Die AIDA-Flotte umfasst derzeit elf Kreuzfahrtschiffe, die sich in drei große Baugruppen einteilen lassen: die Sphinx-Klasse einschließlich ihrer weiterentwickelten Variante, die Hyperion-Klasse und die Helios-Klasse. Die Unterschiede liegen vor allem in der Größe, der Gestaltung der öffentlichen Bereiche, der gastronomischen Vielfalt und den Freizeitangeboten an Bord.
Die Sphinx-Klasse: AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna (2007–2009)
Die Sphinx-Klasse markiert einen wichtigen Entwicklungsschritt in der Geschichte von AIDA. Mit AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna vergrößerte die Reederei ihre Schiffe deutlich gegenüber den älteren Clubschiffen. Zugleich entstand ein Bordkonzept, das bis heute für AIDA charakteristisch ist: ein zentral angeordnetes Theatrium, zahlreiche Restaurants und Bars, großzügige Außendecks sowie ein vergleichsweise legeres Urlaubserlebnis ohne den klassischen Kreuzfahrt-Zeremoniencharakter. Die drei Schiffe wurden in den Jahren 2007, 2008 und 2009 in Dienst gestellt. Sie sind jeweils rund 252 Meter lang, etwa 32 Meter breit und verfügen über 13 Decks. Die ursprüngliche Bauausführung umfasst ungefähr 1.025 Gästekabinen. Die Schiffe sind damit erheblich kleiner als AIDAprima oder AIDAnova, bieten aber bereits eine umfangreiche Auswahl an Unterhaltung, Gastronomie und Wellness.

AIDAbella: Schwesterschiff mit eigenem Charakter
Die AIDAbella folgte 2008 und ist technisch weitgehend baugleich mit der AIDAdiva. Länge, Breite, Deckzahl und Kabinenangebot liegen auf einem sehr ähnlichen Niveau. Auch die grundsätzliche Aufteilung mit Theatrium, Restaurants, Bars, Sonnendecks und Wellnessbereich entspricht dem Konzept der Baureihe.
Der Unterschied zwischen AIDAdiva und AIDAbella liegt daher weniger in der Konstruktion als in den Details der Ausstattung, den jeweiligen Modernisierungen und der Atmosphäre, die sich aus dem Bordprogramm und der Gestaltung ergibt. Wer auf einem der beiden Schiffe reist, findet im Wesentlichen dieselbe Schiffsgeneration vor. Eine grundsätzliche Entscheidung allein anhand der Schiffsklasse ist deshalb kaum sinnvoll. Mit der Modernisierung 2025 im Rahmen von AIDA Evolution wurden auch auf der AIDAbella neue Akzente gesetzt. Das Schiff erhielt überarbeitete Kabinen und Suiten, zusätzliche gastronomische Optionen und erneuerte öffentliche Bereiche. Die französische Brasserie French Kiss und das Restaurant East Fusion stehen beispielhaft für die Erweiterung des kulinarischen Angebots. Zugleich bleibt das Schiff deutlich kompakter als die jüngeren AIDA-Generationen.

AIDAluna: die dritte Variante der ersten Sphinx-Generation
Die 2009 in Dienst gestellte AIDAluna vervollständigt die erste Sphinx-Baureihe. Sie ähnelt AIDAdiva und AIDAbella in ihren wesentlichen technischen Daten und in der Grundstruktur der öffentlichen Bereiche. Auch hier bildet das Theatrium den Mittelpunkt des Unterhaltungsangebots.
Die AIDAluna ist für Gäste interessant, die ein Schiff mit umfangreicher Ausstattung suchen, aber nicht die Dimensionen der größten AIDA-Schiffe benötigen. Die Wege zwischen Kabinen, Restaurants und Außendecks sind im Vergleich zu den jüngeren Schiffen überschaubarer. Gleichzeitig stehen mehrere Restaurants, Bars, ein Spa- und Fitnessbereich sowie unterschiedliche Kabinenkategorien zur Verfügung. Wie ihre beiden Schwesterschiffe wurde auch die AIDAluna im Rahmen von AIDA Evolution modernisiert. Dabei wurden die Kabinen und Suiten überarbeitet und das gastronomische Angebot erweitert. Die neue Ausrichtung zeigt, dass die Sphinx-Schiffe trotz ihres Alters weiterhin eine wichtige Rolle in der Flotte spielen sollen. Ihre grundlegende Architektur bleibt erhalten, während ausgewählte Bereiche an neuere Standards angepasst werden.
Was unterscheidet die drei Schiffe?
Die Unterschiede zwischen AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna sind im Kern gering. Es handelt sich um Schwesterschiffe derselben Generation. Bei der Auswahl sollten deshalb eher die konkrete Reiseroute, der Reisezeitraum, die verfügbaren Kabinen und der jeweilige Ausstattungsstand nach der Modernisierung ausschlaggebend sein. AIDAdiva ist als erstes Schiff der Baureihe historisch besonders bedeutsam. AIDAbella und AIDAluna bauten das Konzept anschließend aus, ohne die grundlegende Architektur zu verändern. Nach der Modernisierung stehen bei allen drei Schiffen zeitgemäßere Kabinen, erneuerte öffentliche Bereiche und eine größere kulinarische Auswahl im Mittelpunkt. Die Flotte verbindet damit die kompaktere Bauweise der älteren Schiffe mit Elementen des heutigen AIDA-Urlaubskonzepts.
Die modifizierte Sphinx-Klasse: AIDAblu, AIDAsol, AIDAmar und AIDAstella (2010–2013)
Auf die erste Sphinx-Generation folgte eine weiterentwickelte Baureihe, die häufig als modifizierte Sphinx-Klasse oder Sphinx II bezeichnet wird. Die vier Schiffe AIDAblu, AIDAsol, AIDAmar und AIDAstella wurden zwischen 2010 und 2013 in Dienst gestellt. Sie sind etwas länger als die erste Sphinx-Generation und bieten mehr Platz in den öffentlichen Bereichen. Mit einer Länge von rund 253 Metern, einer Breite von etwa 32 Metern und 14 Decks sind sie nur geringfügig größer als AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna. Im Inneren gibt es jedoch einige wichtige Weiterentwicklungen. Die Restaurantflächen wurden vergrößert, die Zahl der Bars erhöht und der Wellnessbereich ausgebaut. Die Schiffe dieser Generation verfügen über rund 1.096 bis 1.097 Gästekabinen und einen Body & Soul Spa von ungefähr 2.600 Quadratmetern.

AIDAblu: Auftakt der weiterentwickelten Baureihe
Die AIDAblu wurde 2010 in Dienst gestellt und eröffnete die neue Entwicklungsstufe der Sphinx-Schiffe. Obwohl sie von außen eine ähnliche Silhouette wie ihre Vorgängerinnen aufweist, wurde das Konzept an verschiedenen Stellen erweitert. Ein wichtiges Merkmal ist die größere gastronomische Vielfalt. Die Restaurantbereiche bieten mehr Platz, und die zusätzlichen Bars schaffen weitere Treffpunkte an Bord. Die AIDAblu gehört zu den Schiffen, bei denen die kulinarische Ausrichtung besonders stark zum Gesamterlebnis beiträgt. Die Kombination aus Buffetrestaurants, Spezialitätenrestaurants und À-la-carte-Angeboten entspricht dem AIDA-Prinzip, unterschiedliche Essensstile in einer lockeren Umgebung miteinander zu verbinden. Dazu kommen das Theatrium, der Wellnessbereich und die für diese Baureihe typischen Sonnendecks.
Besonders hervorzuheben ist der Wellnessbereich auf Deck 12. Bei der modifizierten Sphinx-Generation gibt es Panorama-Balkonkabinen und Suiten in unmittelbarer Nähe zum Spa. Diese Lage verbindet den Blick über das Meer mit einem kurzen Weg zu den Wellnessangeboten. Das ist ein Merkmal, das vor allem für Gäste attraktiv ist, die Entspannung und eine besondere Aussicht miteinander verbinden möchten.

AIDAsol: Weiterentwicklung mit Fokus auf Gestaltung und Komfort
Die AIDAsol kam 2011 zur Flotte. Sie ist in den wesentlichen Abmessungen und in der Anordnung der öffentlichen Bereiche mit der AIDAblu vergleichbar. Die beiden Schiffe teilen die grundlegende Architektur, unterscheiden sich jedoch in einzelnen Ausstattungsdetails und in der Gestaltung des Innenraums. Ein Blick auf die Entwicklung der Sphinx-Baureihe zeigt, dass AIDA die einzelnen Schiffe nicht als völlig identische Kopien verstand. Vielmehr wurden bei den nachfolgenden Einheiten Erfahrungen aus dem Betrieb aufgenommen und bestimmte Details angepasst. Das betrifft unter anderem Farben, Einrichtungselemente und technische Anlagen. Für Reisende sind solche Unterschiede zwar weniger grundlegend als die Unterschiede zwischen den großen Schiffsgenerationen, können aber die wahrgenommene Atmosphäre beeinflussen.
Die AIDAsol bietet ebenfalls den großen Spa- und Fitnessbereich, das Theatrium und mehrere Restaurants und Bars. Ihre Größe bleibt überschaubar genug, damit die Wege an Bord im Vergleich zu den späteren Megaschiffen kürzer sind. Zugleich ist die Ausstattung umfangreich genug, um auch auf Seetagen ein vielseitiges Programm aus Gastronomie, Unterhaltung, Sport und Wellness zu ermöglichen.

AIDAmar: Detailverbesserungen bei Technik und Innenraum
Die AIDAmar wurde 2012 in Dienst gestellt und ist ein Beispiel dafür, wie geringfügige Änderungen innerhalb einer Schiffsklasse dennoch bemerkbar sein können. Gegenüber der AIDAsol wurden unter anderem ein Wärmerückgewinnungssystem und Anpassungen in der Innenraumgestaltung hervorgehoben. Das Wärmerückgewinnungssystem dient dazu, vorhandene Energie effizienter zu nutzen. Solche Maßnahmen sind für Passagiere nicht unmittelbar sichtbar, gehören aber zu den technischen Weiterentwicklungen, mit denen die Effizienz eines Kreuzfahrtschiffs verbessert werden kann. Sichtbarer sind die Veränderungen beim Farbkonzept: Die AIDAmar setzt in mehreren Bereichen auf gedecktere und dunklere Farbtöne als die AIDAsol. Das betrifft beispielsweise Kabinen und ausgewählte öffentliche Räume.
Ein weiteres Detail sind die großen Flachbildschirme in den Innenkabinen der AIDAmar. Über die Kamerabilder von Bug und Heck lässt sich damit zumindest ein Eindruck von der Umgebung gewinnen. Die grundlegende Ausstattung der AIDAmar bleibt jedoch dieselbe wie bei ihren Schwesterschiffen: Theatrium, Restaurants, Bars, Sonnendecks und ein großer Wellnessbereich prägen das Bordkonzept.

AIDAstella: die letzte Einheit der Sphinx II-Generation
Mit der AIDAstella, die 2013 in Dienst gestellt wurde, erreichte diese Baureihe ihren vorläufigen Abschluss. Sie ist in den Abmessungen mit AIDAblu, AIDAsol und AIDAmar vergleichbar. Auch die Zahl der Kabinen, die Restaurantflächen und die Dimensionen des Wellnessbereichs liegen auf einem ähnlichen Niveau. Die AIDAstella erhielt jedoch einzelne technische und gestalterische Neuerungen. Dazu gehörten eine Anlage zur Reinigung von Ballastwasser sowie besondere Gestaltungselemente im Innenraum. Ballastwasseranlagen sind für die Umweltverträglichkeit von Schiffen relevant, weil sie dazu beitragen, die Verbreitung von Organismen zwischen verschiedenen Meeresregionen zu begrenzen.
Ein auffälliges Gestaltungselement war außerdem ein virtuelles Aquarium im vorderen Treppenhaus. Über große Displays wurden Unterwasserwelten dargestellt, die sich über mehrere Decks erstreckten. Solche Details veränderten nicht das grundlegende Schiffskonzept, verliehen der AIDAstella aber eigene Akzente innerhalb der Baureihe.

Die Unterschiede innerhalb der modifizierten Sphinx-Klasse
AIDAblu, AIDAsol, AIDAmar und AIDAstella sind sich in ihrer Grundstruktur sehr ähnlich. Ihre Unterschiede betreffen überwiegend die Gestaltung einzelner Innenräume, technische Verbesserungen und Details der Ausstattung. Für die Wahl des Schiffes ist deshalb meist nicht entscheidend, welches dieser vier Schiffe zur Baureihe gehört, sondern welche Route angeboten wird und welche Modernisierungen zum Reisezeitpunkt abgeschlossen sind.
Die AIDAblu markiert den Beginn der weiterentwickelten Generation. Die AIDAsol folgt mit einer ähnlichen Ausstattung, während die AIDAmar unter anderem bei der Energieeffizienz und beim Farbkonzept Änderungen erhielt. Die AIDAstella bildet mit weiteren technischen und gestalterischen Neuerungen den Abschluss der Reihe. Insgesamt stehen diese Schiffe für eine evolutionäre Weiterentwicklung: AIDA vergrößerte das Angebot, ohne die kompakte Grundform und das bewährte Bordkonzept aufzugeben.
Für die Einordnung ist zudem wichtig, dass die Reederei diese sieben älteren Schiffe inzwischen als AIDA Selection vermarktet. Diese Bezeichnung umfasst sowohl die drei Schiffe der ersten Sphinx-Generation als auch die vier modifizierten Einheiten. Sie ist also eine heutige Produkt- und Angebotskategorie, keine vollständig eigenständige historische Bauklasse.
Die Hyperion-Klasse: AIDAprima und AIDAperla (2016 und 2017)
Mit AIDAprima und AIDAperla begann 2016 eine neue Größen- und Gestaltungsepoche bei AIDA. Die beiden Schiffe sind rund 300 Meter lang, 37,6 Meter breit und verfügen über 18 Decks. Mit einer Vermessung von ungefähr 124.000 BRZ liegen sie deutlich über den Schiffen der Sphinx-Baureihe. Das Plus an Raum wurde nicht allein für zusätzliche Kabinen genutzt, sondern vor allem für neue Freizeit- und Erlebnisbereiche, die sich stärker über mehrere Decks verteilen.
Im Mittelpunkt stehen zwei besondere Bereiche: der überdachte Beach Club und das Activity-Deck Four Elements. Der Beach Club schafft eine wettergeschützte Pool- und Freizeitlandschaft mit tropisch geprägter Gestaltung. Das Dach aus einer speziellen Folienkonstruktion lässt Licht durch und sorgt dafür, dass der Bereich auch bei kühleren Außentemperaturen genutzt werden kann. Four Elements setzt dagegen auf Bewegung und Familienunterhaltung, etwa mit Wasserrutschen, Kletterelementen und weiteren Freizeitangeboten. Auf der AIDAprima gehören auch ein Lazy River und ein gläserner Skywalk zu den besonderen Attraktionen.

Die Hyperion-Schiffe unterscheiden sich damit nicht nur durch ihre Größe von den älteren Sphinx-Einheiten. Sie folgen auch einem anderen Verständnis der Bordgestaltung: Statt Freizeitangebote überwiegend auf einzelne Decks zu konzentrieren, werden verschiedene Erlebniswelten geschaffen. Gäste können zwischen einem geschützten Strandgefühl, sportlichen Aktivitäten, Shopping, Wellness, Shows und einer größeren Auswahl gastronomischer Angebote wechseln.

AIDAprima: das erste Schiff mit dem neuen Raumkonzept
Die AIDAprima wurde 2016 in Dienst gestellt und war der Ausgangspunkt dieser neuen Generation. Das Schiff wurde darauf ausgelegt, ein vielfältiges Urlaubsangebot unabhängig von der Jahreszeit zu ermöglichen. Der Beach Club mit seinem lichtdurchlässigen Dach ist dafür zentral: Er verbindet Poollandschaft, Liegeflächen und abendliche Unterhaltung in einem Bereich, der auch bei weniger günstigem Wetter genutzt werden kann.
Das Four Elements bildet dazu den aktiveren Gegenpol. Dort stehen Bewegung, Wasserspaß und Angebote für Familien im Vordergrund. Mit Wasserrutschen, Klettergarten und weiteren Sport- und Spielmöglichkeiten bietet die AIDAprima mehr Aktivitäten als die älteren Schiffe. Die Freizeitbereiche sind so angelegt, dass sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene passende Beschäftigungen finden können. Ein weiteres Merkmal ist das Lanaideck. Die Promenade mit ihren Infinity-Pools an der Reling schafft einen Ort, an dem das Meer stärker in das Bordgefühl eingebunden wird. Der gläserne Skywalk ermöglicht zusätzlich einen Blick von oben auf das Wasser. Im Innenbereich ergänzen das Theatrium, verschiedene Lounges, eine Bibliothek, die Shoppingbereiche und das Wellnessangebot die Freizeitlandschaft.

Auch kulinarisch bietet die AIDAprima eine breite Auswahl. Neben klassischen Buffetrestaurants finden sich Spezialitätenangebote wie French Kiss, das Brauhaus und weitere Restaurants mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Dadurch kann die Gastronomie sowohl unkomplizierte Mahlzeiten als auch besondere Abendessen abdecken. Die AIDAprima ist damit besonders für Gäste interessant, die ein Schiff nicht nur als Unterkunft für Landausflüge betrachten, sondern auch an Bord möglichst viele Möglichkeiten nutzen möchten. Bei längeren Seetagen oder Reisen in Regionen mit wechselhaftem Wetter kommen die überdachten Freizeitbereiche besonders zum Tragen.

AIDAperla: weiterentwickelte Schwester
Die AIDAperla kam 2017 zur Flotte und übernimmt das grundlegende Raum- und Freizeitkonzept der AIDAprima. Auch sie ist rund 300 Meter lang, verfügt über 18 Decks und bietet eine große Auswahl an Kabinen, Restaurants, Bars und Freizeitbereichen. Die beiden Schiffe sind konstruktiv eng miteinander verwandt und werden in der Regel derselben Hyperion-Klasse zugeordnet.
Der Beach Club, das Four Elements und das Lanaideck gehören auch auf der AIDAperla zu den prägenden Bereichen. Wie auf der AIDAprima liegt der Schwerpunkt auf der Verbindung von Erholung und Aktivität. Gäste können in der überdachten Poollandschaft entspannen, Sport treiben oder die zahlreichen gastronomischen und unterhaltenden Angebote nutzen. Das Schiff eignet sich daher für Familien ebenso wie für Reisende, die Wert auf eine große Auswahl an Bord legen.
Im Detail unterscheiden sich die beiden Schiffe vor allem durch einzelne Ausstattungs- und Gestaltungsmerkmale sowie durch die jeweils angebotenen Programme. Eine völlig andere Grundstruktur gibt es nicht. Auch bei der AIDAperla hängt das persönliche Urlaubserlebnis daher stark von der gewählten Route, der Reisezeit und den konkreten Angeboten während der Fahrt ab. Die AIDAperla verfügt über mehr als 1.600 Gästekabinen, zwölf Restaurants und mehrere Snackbars. Das gastronomische Spektrum reicht von Buffetangeboten bis zu Spezialitätenrestaurants. Hinzu kommen zahlreiche Bars, ein großer Wellnessbereich und verschiedene Rückzugsorte.
AIDAprima oder AIDAperla: Wie groß sind die Unterschiede?
Wer zwischen den beiden Schiffen wählen möchte, sollte keine grundlegend unterschiedlichen Schiffskonzepte erwarten. Beide wurden nach derselben Generationenidee entwickelt und bieten die großen Freizeitbereiche, die für Hyperion typisch sind. Unterschiede finden sich eher in einzelnen Details, der Innenraumgestaltung und den jeweiligen Routenprogrammen.
Die AIDAprima ist als erstes Schiff dieser Generation der Ausgangspunkt des Konzepts. Die AIDAperla führt die Gestaltung mit einer ähnlichen Ausstattung fort. Für die Auswahl empfiehlt es sich deshalb, die konkreten Reisen zu vergleichen: Welche Häfen werden angelaufen? Wie viele Seetage gibt es? Welche Kabinen sind verfügbar? Und welche Angebote sind während der geplanten Reise besonders relevant?
Auch der Blick auf die künftigen Modernisierungen ist sinnvoll. AIDA hat angekündigt, AIDAperla im Frühjahr 2027 und AIDAprima im Frühjahr 2028 im Rahmen von AIDA Evolution umfassend zu modernisieren. Geplant sind unter anderem zusätzliche Restaurants und Bars sowie neue Aufenthalts- und Erlebnisbereiche. Die Schiffe sollen dadurch weiterentwickelt werden, ohne dass ihre grundlegende Architektur verändert wird.
Die Helios-Klasse: AIDAnova und AIDAcosma (2018 und 2022)
Mit AIDAnova und AIDAcosma erreicht die Flotte ihre bislang größte Schiffsgeneration. Beide Schiffe sind rund 337 Meter lang, 42 Meter breit und verfügen über 20 Decks. Ihre Vermessung liegt bei ungefähr 183.900 BRZ. Damit sind sie deutlich größer als AIDAprima und AIDAperla und bieten entsprechend viel Platz für Kabinen, Restaurants, Bars, Lounges und Erlebnisbereiche.
Ein wesentlicher Unterschied gegenüber den älteren Generationen liegt in der Antriebstechnologie. AIDAnova wurde als erstes Kreuzfahrtschiff der Reederei konzipiert, das mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann. AIDAcosma baut auf diesem technischen Konzept auf. Der Einsatz von LNG kann gegenüber herkömmlichen Schiffskraftstoffen bestimmte Schadstoffemissionen reduzieren; die tatsächliche Umweltbilanz hängt jedoch unter anderem von der gesamten Antriebstechnik, dem Betrieb und den Methanemissionen entlang der Lieferkette ab. Die Schiffe sind deshalb als technischer Entwicklungsschritt einzuordnen, nicht als emissionsfreie Kreuzfahrtschiffe.
Die Helios-Klasse steht zudem für eine besonders große kulinarische Auswahl. AIDAnova bietet eine Vielzahl an Restaurants und Bars, während AIDAcosma das Angebot in einzelnen Bereichen nochmals erweitert. Gemeinsam ist beiden Schiffen, dass sie verschiedene kulinarische Richtungen und unterschiedliche Arten von Restaurants miteinander verbinden.

AIDAnova: die erste LNG-fähige AIDA-Generation
Die AIDAnova wurde 2018 in Dienst gestellt und läutete die Helios-Generation ein. Sie verbindet das auf AIDAprima und AIDAperla eingeführte Konzept unterschiedlicher Erlebniswelten mit deutlich größeren Dimensionen und einer erweiterten Auswahl an Gastronomie und Unterhaltung.
Ein zentraler Bereich ist der Beach Club, der eine wettergeschützte Pool- und Freizeitlandschaft bietet. Ergänzt wird er durch das Theatrium, das Shows und Live-Unterhaltung in einem offenen Raumkonzept ermöglicht. Hinzu kommen zahlreiche Bars und Lounges, die vom lebhaften Treffpunkt bis zu ruhigeren Aufenthaltsorten reichen. Durch die Größe des Schiffs verteilt sich das Angebot auf viele Bereiche; dafür ist es sinnvoll, sich vor Reisebeginn mit dem Deckplan vertraut zu machen. Die AIDAnova bietet außerdem eine breite Auswahl an Kabinenkategorien. Neben Innen- und Außenkabinen gibt es verschiedene Verandakabinen, Familienoptionen und Suiten. Die Auswahl ist damit vielfältiger als auf den älteren Schiffen. Gerade für Familien oder Gruppen kann es hilfreich sein, Lage, Größe und Ausstattung der Kabinen genauer miteinander zu vergleichen.

Besonders markant ist das gastronomische Angebot. Neben Buffetrestaurants gibt es Spezialitätenrestaurants, À-la-carte-Angebote und Snackbars. Die Auswahl reicht von italienischen und asiatischen Gerichten über Steak- und Fischspezialitäten bis zu unkompliziertem Streetfood. Damit ist die AIDAnova auf Gäste ausgerichtet, die während einer Reise möglichst viele unterschiedliche Angebote ausprobieren möchten. Ein besonderes Beispiel für die Verbindung von Gastronomie und Unterhaltung ist das Time Machine Restaurant. Hier wird ein mehrgängiges Menü mit einer inszenierten Geschichte und interaktiven Showelementen verbunden. Das Angebot unterscheidet sich damit von einem klassischen Restaurantbesuch, bei dem das Essen allein im Mittelpunkt steht.
Auch im Familienbereich bietet die AIDAnova ein breites Angebot. Das Fuego Restaurant richtet sich mit einem familienorientierten Konzept an große und kleine Gäste. Sport- und Freizeitangebote sowie Kinder- und Jugendbereiche ergänzen das Programm. Durch die Kombination aus geschützten Freizeitflächen, Restaurants, Shows und vielfältigen Kabinenoptionen ist die AIDAnova für Familien ebenso geeignet wie für Paare oder Gruppen, die ein großes Schiff mit vielen Möglichkeiten bevorzugen.

AIDAcosma: mehr Raum für Kulinarik und Freizeit
Die AIDAcosma wurde 2022 in Dienst gestellt und ist das jüngere Schwesterschiff der AIDAnova. Die beiden Schiffe haben dieselben grundlegenden Abmessungen und gehören derselben Helios-Klasse an. Auch die technische Basis mit LNG-fähigem Antrieb ist vergleichbar. Dennoch setzt AIDAcosma bei einzelnen Freizeit- und Gastronomiebereichen eigene Akzente.
Ein auffälliges Merkmal ist das Ocean Deck. Der Außenbereich ist stärker auf den Aufenthalt im Freien und den Blick auf das Meer ausgerichtet. Ergänzend gibt es einen Fun Park mit Freizeitangeboten, die besonders für Familien interessant sind. Damit erweitert die AIDAcosma das Konzept der verschiedenen Erlebniswelten um weitere Möglichkeiten, die Zeit an Deck zu verbringen. Wie die AIDAnova bietet die AIDAcosma einen Beach Club, ein Theatrium, umfangreiche Wellnessbereiche und zahlreiche Restaurants und Bars. Die gastronomische Vielfalt umfasst Buffetrestaurants, Spezialitätenrestaurants und Angebote mit Bedienung am Platz. Dazu gehören beispielsweise das Fischrestaurant Ocean’s sowie verschiedene internationale Küchen. Die genaue Verfügbarkeit einzelner Restaurants und die jeweiligen Konditionen sollten vor der Reise geprüft werden, da sich das Angebot im Laufe der Zeit ändern kann.

Die AIDAcosma ist damit nicht grundsätzlich luxuriöser oder besser ausgestattet als die AIDAnova, sondern stellt eine Weiterentwicklung desselben Grundkonzepts dar. Ihr besonderes Profil entsteht durch die Kombination aus großen Innenbereichen, einem vielfältigen kulinarischen Angebot und zusätzlichen Möglichkeiten im Außenbereich. Für Gäste, die viel Zeit an Bord verbringen, kann das eine wichtige Rolle bei der Schiffswahl spielen.
AIDAnova oder AIDAcosma: die Unterschiede im Überblick
Beide Schiffe sind sich in Größe, technischer Basis und grundsätzlicher Aufteilung sehr ähnlich. Sie verfügen über 20 Decks, sind rund 337 Meter lang und bieten Platz für mehrere Tausend Gäste. Der Unterschied liegt vor allem in den Details des Freizeitangebots und der Gastronomie. Die AIDAnova ist die erste Vertreterin der Helios-Klasse und markiert den Einstieg von AIDA in den LNG-fähigen Schiffsbetrieb. Ihre besonderen Angebote umfassen unter anderem das Time Machine Restaurant und eine breite Auswahl an Bars, Restaurants und Unterhaltungsbereichen. Die AIDAcosma übernimmt die technische Basis und erweitert das Erlebnisangebot unter anderem um das Ocean Deck und den Fun Park.
Auch die Zahl der Restaurants ist nicht identisch. Das gastronomische Angebot der AIDAcosma umfasst einzelne zusätzliche Möglichkeiten gegenüber der AIDAnova. Solche Angaben sind allerdings Momentaufnahmen und können sich durch Veränderungen an Bord verschieben. Für eine konkrete Reise ist deshalb die aktuelle Schiffsinformation wichtiger als eine ältere Übersicht.
Was die Klassen im direkten Vergleich auszeichnet
Die Entwicklung der AIDA-Flotte lässt sich als Übergang von vergleichsweise kompakten Kreuzfahrtschiffen zu großen, eigenständigen Erlebniswelten verstehen. Die Klassen unterscheiden sich dabei nicht nur durch Länge und Passagierkapazität, sondern vor allem durch die Verteilung der Freizeitangebote, die Auswahl der Restaurants und die Gestaltung der öffentlichen Bereiche.
Die Sphinx-Schiffe sind mit rund 252 bis 253 Metern Länge die kompakteren Vertreter der heutigen Flotte. Ihr Theatrium bildet den Mittelpunkt des Bordlebens. Restaurants, Bars, Sonnendecks und Wellnessbereich sind vorhanden, liegen aber auf weniger Raum verteilt als bei den jüngeren Generationen. Wer Wert auf eine umfangreiche Grundausstattung legt, gleichzeitig aber ein überschaubareres Schiff bevorzugt, kann mit dieser Generation gut zurechtkommen. Nach den Modernisierungen im Rahmen von AIDA Evolution werden die älteren Schiffe zudem gezielt an heutige Ausstattungsstandards angepasst.
Die Hyperion-Klasse mit AIDAprima und AIDAperla setzt stärker auf wetterunabhängige Freizeitangebote. Der Beach Club, das Four Elements und das Lanaideck sind Beispiele für Bereiche, die sich nicht nur als Durchgangsflächen verstehen, sondern als eigenständige Erlebnisräume. Die Schiffe bieten mehr Möglichkeiten für Familien und für Gäste, die auch an Seetagen ein abwechslungsreiches Programm suchen.
Die Helios-Klasse mit AIDAnova und AIDAcosma baut diese Entwicklung weiter aus. Die beiden größten AIDA-Schiffe bieten mehr Platz, eine besonders breite gastronomische Auswahl und zahlreiche unterschiedliche Aufenthaltsbereiche. Hinzu kommt die LNG-fähige Antriebstechnik, die einen weiteren technischen Entwicklungsschritt darstellt. Wegen ihrer Größe sind die Schiffe besonders für Reisende geeignet, die eine große Auswahl an Bord schätzen und bereit sind, dafür längere Wege zwischen einzelnen Bereichen in Kauf zu nehmen.

AIDA Evolution: Warum die älteren Schiffe weiterhin wichtig sind
Die Schiffsklasse allein sagt heute nicht mehr alles über den Ausstattungsstand aus. AIDA modernisiert seine älteren Schiffe im Rahmen der Initiative AIDA Evolution. Die drei Schiffe AIDAdiva, AIDAbella und AIDAluna haben bereits umfassende Modernisierungen erhalten. Die weiteren Selection-Schiffe AIDAmar, AIDAblu, AIDAsol und AIDAstella sollen ebenfalls schrittweise erneuert werden. Ziel ist es, die Kabinen, Restaurants und öffentlichen Bereiche weiterzuentwickeln, ohne die bewährte Grundstruktur der Schiffe aufzugeben. Auch AIDAprima und AIDAperla sollen modernisiert werden. Geplant sind zusätzliche Restaurants und Bars sowie weitere Verbesserungen bei den Aufenthaltsbereichen. Damit wird deutlich, dass sich die Ausstattung der Flotte nicht ausschließlich anhand des Baujahres beurteilen lässt. Ein älteres Schiff kann nach einer umfassenden Modernisierung in einzelnen Bereichen deutlich zeitgemäßer sein, als sein ursprüngliches Baujahr vermuten lässt.

Welche AIDA-Klasse passt zu welchem Urlaub?
Wer sich zwischen den AIDA-Schiffen entscheiden möchte, sollte zunächst überlegen, wie wichtig die Größe des Schiffs und die Auswahl der Bordangebote sind.Entscheidend bleibt jedoch auch die Route. Eine Kreuzfahrt mit vielen attraktiven Hafenstopps stellt andere Anforderungen an das Schiff als eine Reise mit mehreren Seetagen. Ebenso spielen die verfügbare Kabinenkategorie, die Reisezeit und das persönliche Interesse an Wellness, Unterhaltung oder Gastronomie eine Rolle.
Die Sphinx-Klasse eignet sich für Reisende, die ein klassisches AIDA-Erlebnis mit Theatrium, Restaurants, Bars und Wellnessbereich bevorzugen. Die Schiffe sind kleiner als die neueren Generationen, bieten aber dennoch eine vielseitige Ausstattung. Gerade bei einer Reise, bei der die angelaufenen Häfen im Vordergrund stehen, kann die kompaktere Bauweise ein Vorteil sein.
Die Hyperion-Klasse ist eine passende Option für Gäste, die Erholung und Aktivität miteinander verbinden möchten. Der Beach Club bietet einen wettergeschützten Rückzugsort, während Four Elements und weitere Freizeitbereiche zusätzliche Möglichkeiten für Bewegung und Unterhaltung schaffen. Die Schiffe eignen sich deshalb auch für Familien und längere Reisen mit mehreren Seetagen.
Die Helios-Klasse richtet sich besonders an Reisende, die ein großes Bordangebot nutzen möchten. Die Auswahl an Restaurants, Bars, Lounges und Freizeitbereichen ist umfangreich. Dafür sind die Schiffe größer und die Wege an Bord länger. Wer möglichst viele unterschiedliche Angebote ausprobieren möchte, findet hier besonders viele Möglichkeiten.
Welche Klasse am besten geeignet ist, hängt letztlich von den persönlichen Vorlieben ab: Wer kurze Wege und ein überschaubares Schiff bevorzugt, kann sich bei der Sphinx-Familie umsehen. Wer viele Aktivitäten für Familien sucht, findet auf AIDAprima und AIDAperla ein breites Angebot. Und wer möglichst viel Auswahl an Restaurants, Bars und Freizeitmöglichkeiten wünscht, wird auf AIDAnova und AIDAcosma fündig.
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Ingo Thiel ist Reisejournalist, Buchautor und Kreuzfahrtexperte. Seit mehr als 25 Jahren veröffentlicht der Lübecker Reportagen in Tageszeitungen, Magazinen und Fachzeitschriften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auf zahlreichen Reisen und Expeditionen lernte er viele Kreuzfahrtschiffe verschiedener Reedereien kennen.
