Januar 14, 2021

Schiffstourismus in British Columbia:  Abfall sammeln in Coronazeiten

Januar 14, 2021

Auch vor British Columbia (Kanada) machte die Coronakrise im Sommer 2020 nicht Halt.  Foto: Harbour Air Seaplanes

Im Sommer 2020 – die Coronakrise hatte alles auf den Kopf gestellt – mussten die Firmenchefs umdenken. Und das taten sie! Die Anbieter Maple Leaf Adventures, Outer Shores Expeditions, Bluewater Adventures, Mothership Adventures und die Ocean Adventures Charter Company stellten ihre Schiffe sechs Wochen lang in den Dienst der Umwelt. Anstatt Touristen aus aller Welt die atemberaubenden Naturräume von British Columbia zu zeigen, halfen sie dabei, die Küsten des Bundesstaates von Müll zu befreien.

Auch hier wurde aufgeräumt und Müll gesammelt.  Foto: Destination BC/Kari Medig

Als Teil der Marine Debris Removal Initiative (MDRI), ein vom Umweltministerium British Columbias finanziertes und von Mitgliedern der BC Small Ship Tour Operator Association entwickeltes Projekt, begab sich eine Flotte aus neun Kleinstkreuzfahrtschiffen Mitte August 2020 auf eine 42-tägige Expedition in die Küstengewässer rund um den Great Bear Rainforest. Dabei sammelten sie über 120 Tonnen Abfall, darunter große Styroporteile, kilometerweise Plastikseile, Flaschen, Gaskartuschen sowie herrenlose Fischernetze, die eine Gefahr für Wale, Fische, Vögel und andere Meereslebewesen darstellen.

Orcas vor Vancouver Island.  Foto: Destination BC/Jordan Dyck

Foto: Destination BC/Boomer Jerritt

„Als klar wurde, dass wir unser Geschäft in diesem Sommer nicht betreiben können und eine ausverkaufte Saison abschreiben mussten, haben wir unseren Fokus auf die Umwelt gerichtet, um Meer und Küste, die unseren Lebensunterhalt sicherstellen, etwas zurückzugeben”, sagt Kevin Smith, CEO von Maple Leaf Adventures, der gemeinsam mit Russell Markel von Outer Shores Expeditions das Projekt leitete.

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