Landgang in Dublin: Die meisten Gäste, die aus Deutschland mit der Fähre oder dem Kreuzfahrtschiff die irische Insel erreichen, kommen über die Hauptstadt Dublin. Und fast jeder nutzt die Gelegenheit, mindestens für ein Pint und eine Runde Schlendern im Ausgehviertel Temple Bar oder einen Abstecher ins berühmte Besucherzentrum im Guinness Storehouse. So lohnenswert die beliebtesten Besucherattraktionen der Stadt auch sind – empfiehlt sich aber auch ein genauerer Blick – denn hinter den Touristenvierteln und Tausenden bunten Türen hat Dublin eine Menge spannende Einblicke in Geschichte, Kultur und Alltag der Insel parat.
Landgang in Dublin
Beim Ausflug an die Küste erreicht man in unter einer Stunde hübsche Seebäder, aussichtsreiche Klippenwege und Leuchttürme auf jahrhundertealten Dämmen, die ins Meer hineinragen und – mal plätschernd, mal wild – vom Wasser der Irischen See umspült werden. Weil die Stadt und ihre Umgebung gut durch ein Busnetz und verschiedene Regionalbahnlinien erschlossen sind, kommt man beim Städtetrip auch mit vielen Ausflugsplänen problemlos ohne Mietwagen zurecht. Wichtigster Helfer dabei ist das wiederaufladbare ÖPNV-Ticket, die Leap Card.

Tag 1: Ankommen in der Hauptstadt
Am besten startet man je nach Tageszeit mit einem der kulinarischen Klassiker der Stadt, etwa einem Full Irish Breakfast in einem der vielen Pubs oder einem Mittagssnack mit den Potato Cakes der Irish Potato Cake Company direkt am Flussufer. Wer größeren Mittagshunger hat, greift zu Pubfood-Klassikern wie Irish Stew oder Dublin Coddle, einem Eintopf aus Gemüse, Speck und Wurst.
Mit dieser Grundlage ist man auch für einen ersten Programmpunkt gut vorbereitet – es geht zu einer spannenden Storyteller-Führung durchs Irish Whiskey Museum direkt gegenüber vom berühmten Trinity College. Hier erfährt man in den Kulissen einer frühchristlichen Klosterbrennerei, eines Shebeen (informell betriebener Pub) und einer klassischen Victorian Bar viel über die Entwicklung und Herstellung von irischem Whiskey und kann zum Abschluss einige Sorten verkosten.
Tag 2: Zwischen Geschichte und Natur
Der Grund, dass man als Geschichtsinteressierter in Dublin viel erleben kann, ist einfach erklärt. Hier haben sich über die Jahrhunderte viele wichtige Kapitel von Irlands Geschichte hautnah abgespielt. Im Dublinia wird die Wikingergeschichte lebendig, in Trinity College erzählt das Book of Kells aus Irlands frühchristlicher Vergangenheit und das von all jenen Menschen mit irischen Wurzeln, die außerhalb des Lands Geschichte geschrieben haben. Wer sich auf andere Weise mit der Stadtgeschichte beschäftigen will, besucht mit Kilmainham Gao ein in den 1920er-Jahren stillgelegtes Gefängnis, das auf eindrucksvolle Weise aus dem Dublin der Zeit der großen Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts erzählt, oder aus der Woche des Osteraufstands von 1916.
Ein Plan für den Nachmittag, der jeden dieser Geschichtsorte fantastisch ergänzt, ist ein Besuch des wenig außerhalb des Zentrums gelegenen Stadtteils Glasnevin, wo der gleichnamige Friedhof der Republik Irland und Dublins Botanischer Garten mit seinen historischen Gewächshäusern zu einem Spaziergang einladen. Beide kosten keinen Eintritt.

Tag 3: Mit der Bahn ans Meer
Die Möwen am Liffey-Ufer, auf den Statuen der Innenstadt und im Stadtpark St. Stephen’s Green erinnern daran, dass Dublin direkt an der Küste liegt – und davon überzeugt man sich am besten auf einem Ausflug mit dem Regionalzug Dart, der an den großen Bahnhöfen im Stadtzentrum hält. Mit ihm geht es etwa nach Norden, wo auf der Halbinsel Howth zwischen bunten Blüten und Meerblick ein schmaler Pfad über die Steilkippen führt, oder ins Seebad Bray, das nach dem Vorbild der englischen Stadt Brighton zu Zeiten Queen Victorias zum Lieblingsort wohlhabender Badegäste wurde.

Auf dem Rückweg in die Stadt lohnt ein weiterer Stopp in Sandymount, wo ganz in der Nähe am Ende von einer fast zwei Kilometer langen Deichmauer das fotogene Poolbeg Lighthouse die Hafeneinfahrt markiert. Wer mutig ist und baden mag, fährt zur Badestelle Forty Foot bei Sandycove, Entspannung mit Ausblick gibt es am Strand von Killiney, wo man sich nach einem Besuch der Strandsauna in der Irish Sea abkühlen kann.
Tag 4: Historische Gemäuer und kulinarische Vielfalt
Neben den historischen Gebäuden der Innenstadt und den Stränden und Klippen der Irischen See hat Dublin aber auch einige historische BautenOpens im Umland zu bieten, zu denen sich ein Ausflug lohnt. Ein bekannter Besuchermagnet ist etwa das etwas nördlich gelegene Malahide Castle, das man ebenfalls mit dem Dart erreicht. Hier gibt es neben der Schlossführung auch einen prächtigen Garten mit Schmetterlinghaus und Feenpfad sowie die Ruine einer alten Abtei. Etwas unbekannter ist mit Drimnagh Castle ein weiteres mittelalterliches Schloss etwas südwestlich der Innenstadt, das man einfach mit dem Bus erreichen kann. Ein weiterer Anziehungspunkt unweit des Flughafens Dublin ist das einstige Herrenhaus Newbridge House, das neben Führungen und Rundgängen über bunte Parkanlagen auch eine Farm mit unzähligen Tierarten zu bieten hat. Das macht sie besonders für Familien zum idealen Ausflugsziel.

Wer sich zurück in der Stadt noch etwas Besonderes am letzten Abend gönnen will, findet eine Vielzahl an Fine Dining- und anderen außergewöhnlichen Restaurants. Das Restaurant The Church ist für sein besonderes Ambiente in einer ehemaligen Kirche bekannt, Klassiker wie Chapter One oder Patrick Guilbaud kochen auf Sterneniveau und Gallaghers Boxty House in der Fleet Street zeigt, wie der Kartoffelkuchen als irischer kulinarischer Klassiker mühelos zum Star gehobener Küche wird.
Tag 5: Perspektivwechsel zum Abschied
Für den letzten Tag in Dublin gibt es einige Aktivitäten, die Dublin nach diesen vielseitigen Erlebnissen nochmal aus einer anderen Perspektive zeigen. Für Mutige eignet sich etwa die Skyline Tour auf dem Dach des ikonischen Stadions der Gaelic Athletic Association, Croke Park, oder man fährt für einen Abstecher nochmal ein Stück an die Küste und läuft über den Strand der Stadtinsel Bull Island. Wer danach noch Zeit hat zum Souvenirs shoppen, wird in der quirligen Markthalle George Street Arcade oder im Powerscourt Townhouse Centre fündig.
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Hier geht es zu einem Artikel über Belfast.
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