März 1, 2026

Kreuzfahrtschiffe im Nahostkrieg festgesetzt

Kreuzfahrt Nahostkrieg

März 1, 2026

Die militärische Eskalation im Nahen Osten hat erstmals unmittelbar den internationalen Kreuzfahrttourismus erfasst. Nach der Sperrung wichtiger Flugrouten und der faktischen Blockade der Straße von Hormus sitzen derzeit Passagiere auf sechs Kreuzfahrtschiffen im Persischen Golf fest. Tausende Urlauber, darunter viele Deutsche, können die Region vorerst nicht verlassen. Das berichten unter anderem die Kieler Nachrichten.

Flugstopp macht Heimreisen unmöglich

Auslöser der Situation sind die jüngsten militärischen Angriffe zwischen den USA, Israel und dem Iran sowie anschließende Raketenangriffe in der Golfregion. Mehrere Staaten schlossen daraufhin kurzfristig ihre Lufträume oder stellten den zivilen Flugverkehr stark ein. Da Kreuzfahrten im Persischen Golf von internationalen Flugverbindungen abhängig sind, können Passagiere derzeit weder an- noch abreisen. Selbst Gäste, die ihre Reise planmäßig beenden sollten, bleiben an Bord oder in den Hafenstädten.

Diese sechs Kreuzfahrtschiffe sind aktuell betroffen

Nach übereinstimmenden Branchen- und Medienberichten befinden sich sechs Hochseekreuzfahrtschiffe weiterhin im unmittelbaren Krisengebiet:

  1. MSC Euribia (MSC Cruises)

Aktuelle Position: Hafen Dubai (Vereinigte Arabische Emirate).

 Die geplante Abfahrt aus Doha wurde abgesagt und das Schiff bleibt vorerst im Hafen bis die Sicherheitslage neu bewertet wird.

  1. Mein Schiff 4 (TUI Cruises) (Foto oben) 

Aktuelle Position: Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Die Mein Schiff 4 lag während erster Angriffswellen im Hafen. Die Passagiere erhielten Sicherheitswarnungen und wurden zurück an Bord gerufen.

  1. Mein Schiff 5 (TUI Cruises)

Aktuelle Position: Doha (Katar).

Die An- und Abreisen der Gäste wurden wegen der Luftraumsperrungen gestoppt.

Weitere Planung sind abhängig von den Behördenentscheidungen.

  1. Celestyal Journey (Celestyal Cruises)

Aktuelle Position: Persischer Golf. Ihre Route ist nach der Eskalation ausgesetzt.

  1. Celestyal Discovery (Celestyal Cruises)

Aktuelle Position: ebenfalls im Persischen Golf. Das Schiff wartet auf die neue Einsatzplanung der Reederei.

  1. Aroya (Aroya Cruises)

Aktuelle Position: Golfregion. Der Kreuzfahrtbetrieb wurde durch die aktuelle Sicherheitslage unterbrochen.

Die Schiffe bleiben vorsorglich in sicheren Häfen oder in regionalen Gewässern. Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage entlang zentraler Seehandelsrouten rund um die Straße von Hormus und den Persischen Golf, die von Reedereien derzeit als Hochrisikozone bewertet werden. Die Reedereien stehen nach eigenen Angaben im Kontakt mit lokalen Behörden sowie diplomatischen Vertretungen, um Ausreiseoptionen vorzubereiten. Ein konkreter Zeitplan für die Weiterreise der Urlauber existiert bislang jedoch nicht.

Lage bleibt dynamisch

Wie lange die Schiffe im Persischen Golf verbleiben müssen, hängt unmittelbar von der militärischen Entwicklung und der Wiederöffnung der Lufträume ab. Branchenexperten gehen davon aus, dass Orient-Kreuzfahrten kurzfristig vollständig eingestellt werden könnten, sollte die Eskalation anhalten. Für die betroffenen Passagiere bedeutet das derzeit vor allem eines: Warten auf politische Entscheidungen weit außerhalb ihres Einflusses.                           S.M.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Dann jetzt teilen auf Facebook, LinkedIn und X