Deutsche Welle: Dass die mögliche Änderung dennoch Stoff für große Berichterstattung bot, hängt sicher mit der Popularität dieses Schiffes der Reederei Peter Deilmann zusammen. Dafür sorgte und sorgt natürlich die Fahrt als „Traumschiff“ auf dem TV-Kanal – und der verspricht stets durch und durch deutsche Welle. Was im übrigen gleichermaßen für di e Vorgängerinnen der „Deutschland“ mit den Namen „Berlin“ und „Astor“ galt. Nur das erste ZDF-“Traumschiff“, die unvergessene „Vistafjord“ (jetzt „Saga Ruby“), war ein internationaler Kreuzer.
Vielleicht findet die mögliche Umflaggung auch deshalb so viel Beachtung, weil in früheren Jahren in der Werbung stets auf die deutsche Bauwerft, den deutschen Heimathafen, deutsche Kreuzfahrttradition, deutsche Bordsprache und so weiter hingewiesen wurde. In manche Presseinformation konnte auf einer Seite in mehreren Zeilen das Wort „deutsch/e“ vorkommen. Daran haben sich offenbar viele erinnert, die sich nun verwundert die Augen reiben. Wie auch immer: die „Deutschland“ wird weiterhin auf dem deutschsprachigen Markt zu den beliebtesten Ferienschiffen zählen.
Tö.