Mai 12, 2026

Frankreich mit der A-ROSA LUNA: Ein Fest für die Sinne

Frankreich A-ROSA

Mai 12, 2026

Schlemmen, schauen, schifffahren: Wer mit der A-ROSA LUNA auf Gourmet-Tour in Richtung Mittelmeer unterwegs ist, lernt Frankreichs von seinen köstlichsten Seiten kennen. Und das nicht nur bei Landausflügen zu Weingütern und Wochenmärkten, sondern auch bei Trüffelverkostungen und Feinschmecker-Dinners an Bord. 

„Encore un coup de champagne?“

„Bien sûr, monsieur!“

Schließlich ist der Besuch bei Ihnen ja der Auftakt zu unserer Gourmet-Tour auf der Rhône und ihrer kleinen Schwester, der Saône. Und: Wo sonst könnten wir noch stilvoller auf diese ganz besondere A-ROSA-Flusskreuzfahrt anstoßen, als hier bei Ihnen, im weltberühmten und sagenumwobenen Restaurant L‘ Abbaye de Collonges?!“

Zu Besuch bei Paul Bocuse

Drei Sterne funkeln über dem mit kunterbunten Wandmalereien verzierten und etwas außerhalb von Lyon gelegenen Stammhaus von Paul Bocuse – und das bereits seit 1965. Genau zehn Jahr jünger ist das Rezept für seine „Soupe aux truffes noir V.G.E.“. Einst für den französischen Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing kreiert, steht dieser blätterteighaubengekrönte Traum aus Consommé double, Trüffeln, zartem Gemüse und Foie Gras bis heute auf der Menükarte – und an diesem Tag auch auf unseren Tischen. Für Gäste der A-ROSA LUNA ist ein Essen in Bocuses heiligen Gourmet-Hallen nämlich fester Bestandteil des Reiseprogramms.

Frankreich mit der A-ROSA LUNA: Abfahrt in Lyon

Beinah ebenso genussvoll wie das Menü beim Meisterkoch gestaltet sich wenige Stunden später auch das erste Ablegen unseres Schiffs: Im letzten Licht des Tages verlassen wir Lyon, gleiten vorbei an futuristisch-anmutenden Lofts in alten Lagerhallen, passieren prunkvolle Renaissance-Bauten sowie prächtige Privatparks und kommen nur dann kurz aus dem Staunen raus, wenn es mal wieder „bitte Kopf einziehen“ heißt. Zwischen die vielen Brücken der Stadt und unser Schiff passen mitunter nämlich nur wenige Zentimeter. Gut nur, dass sich das Steuerhaus der A-ROSA LUNA hydraulisch einfahren lässt und unser Kapitän über ein gutes Augenmaß verfügt …

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Wunderschön: Lyon vom Schiff aus gesehen.

Leben wie Gott in Frankreich

Die erste Nacht an Bord: Fast könnte man vom Bett aus die Beine im Wasser baumeln lassen, so nah scheint die Saône vor der Balkontür unserer Kabine vorbeizufließen. Nachdem wir Lyon verlassen haben, ist es ruhig geworden – an Bord und auch am Ufer. Lediglich das Plätschern der Wellen an der Schiffswand und das Rauschen der Bäume im Wind ist jetzt noch zu hören. Letzte Erkenntnis des Tages: Leben wie Gott in Frankreich ist möglich. Schlafen ebenso …

Croissants und Café au lait an Deck

Warum wir am nächsten Morgen trotzdem schon bei Sonnenaufgang mit frischen Croissants und Café au lait an Deck stehen? Weil wir die erste von insgesamt elf Schleusen auf dieser Reise passieren – ein Vorgang, den man zumindest einmal hautnah miterleben sollte. Wer will, verlässt kurz danach das Schiff, um die nächsten 40 Kilometer mit den bordeigenen Fahrrädern zu erkunden. Wer nicht will, macht es sich im Liegestuhl bequem, oder er gustiert all die Burgunderweine, die von der mitreisenden Sommelière Verena Herzog passend zu den vorbeiziehenden Anbaugebieten ausgesucht wurden. Zum Senf shoppen nach Dijon oder auf der „Route des Grands Crus“ nach Beaune? Gar nicht so einfach sich für einen der beiden Nachmittagsausflüge zu entscheiden. Kulinarische und kulturelle Highlights versprechen beide. Und pünktlich zum Austern-&-Champagner-Apero in der Lounge sind sie auch wieder zurück.

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Ob wir stattdessen vielleicht doch einfach an Bord bleiben sollten, um ein paar Runden im Pool zu drehen und danach am 5-Loch-Putting-Green unser kurzes Spiel zu verbessern? Wer weder Schwimmen noch die Golfschläger schwingen möchte, könnte ganz oben aber auch Schach, Boule oder Shuffleboard spielen. Außerdem verfügt das Schiff über ein kleines Gym sowie ein Spa mit Behandlungskabinen, Dampfbad und spektakulärer Panoramasauna gegen deren große Fenster die Wellen schwappen. Da mag die Saône (und das Leben) noch so ein langer, ruhiger Fluss sein – an Bord ist stets für ausreichend Abwechslung gesorgt.

 

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Frankreichs Süden auf die genussvolle Tour

Bienvenue in Mâcon, dem nächsten Ziel unserer Reise. Per Bus geht es von hier aus weiter zum Geflügelmarkt in Louhans. Berühmt ist die Region für ihre Bresse-Hühner, deren rote Kämme, weiße Federn und blaue Füßen an die französische Tricolore erinnern. Obwohl es noch früh am Morgen ist, hat Verena Herzog extra für diesen Ausflug ein paar Flaschen Weißwein entkorkt, beim Bäcker frische Baguettes besorgt, vom Käsehändler milde Mini-Chèvres vorbereiten lassen und den besten Hühnerhändler vom Markt gebeten, zwei gegrillte „Poulets de Bresse“ in mundgerechte Stücke zu zerteilen. Für uns ein köstliches Frühstück im Freien – und ein gelungener Kontrast zum erstklassigen 5-Gänge-Dinner vom Vorabend.

Zweimal im Jahr, im Frühsommer und Herbst, startet die A-ROSA-LUNA mit Genussexperten wie Verena Herzog zu „Rhône Route Gourmet“-Touren. Neben kulinarischen Vorträgen, Show-Cookings und Verkostungen stehen dann auch spezielle Menüs der ebenfalls mitreisenden Gastköche auf dem Programm. Einer von ihnen ist Sterne-Chef Dirk Schroer von der Burg Schwarzenstein im Rheingau: Marinierte Wildgarnelen mit Vadouvan-Ceralien kommen bei ihm auf die festlich gedeckten Tische. Und außerdem zarte Eigelbpralinen mit Rahmspinat und Idiazaschaum, Gänseleber mit Aubergine, Miso, Kaffee und Rächeraal sowie Lamm mit braisiertem Römersalat, Senfsaat und Buchenpilzen. Ein Hochgenuss, der sich jedoch noch steigern lässt: Pünktlich zum Schokoladenfondant mit Lakritz, Avodaco und Limone-Buttereis kippt die untergehende Sonne nämlich schnell noch ein paar Eimer Goldlasur über die vorbeiziehenden Dörfer, Wälder und Lavendelfelder. So sinnlich geht Savoir-vivre, wenn man mit dem Flußschiff auf der Rhône unterwegs ist …

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Von Viviers, einem Bilderbuchstädtchen mit mächtiger Befestigungsmauer und auf einem Felsen gelegener Kathedrale, starten wir am nächsten Morgen zum Fahrradausflug durchs Département Ardèche. Für die steilen Anstiege, die vor uns auch schon die Fahrer der Tour de France nehmen mussten, entlohnen mindestens ebenso steile Abfahrten sowie romantische kleine Straßen, die mal direkt am Wasser und mal mitten durchs blühende Hinterland zurück zum Schiff führen.

Das Bilderbuchstädtchen Viviers. Foto: Susanne Müller

 

Wildromantisch: die Ardèche. Foto: Susanne Müller

Jeeptour in der Camargue

Ob wir nach diesem Erlebnis für den folgenden Tag gleich die Bike-Tour durch die Camargue gebucht haben? Ach nein, wir finden nämlich, dass sich die Salzwiesen mit ihren weißen Pferden, schwarzen Stieren und vom vielen Garnelen essen pink gewordenen Flamingos viel besser vom Jeep aus erkunden lassen. Und außerdem wollen wir ja (wieder) fit sein für Arles, Aix-en-Provence und Avignon, drei weitere Highlights der siebentägigen Reise.

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Lavendelfelder in der Provence. Image by © Royalty-Free/Corbis

Avignon – die Stadt der Päpste

Die „Stadt der Päpste“ ist  übrigens unser letztes großes Ziel. Über Nacht liegen wir hier am Quai – perfekt, um den abendlichen Digestif einmal nicht an der Lounge-Bar zu trinken und die mittelalterlichen Gassen in Ruhe zu erkunden, nachdem die Tagestouristen abgereist sind. Gegen Mittag des folgenden Tages heißt es dann „au revoir Avignon“. Auf nördlichem Kurs geht es in etwas mehr als 24 Stunden zurück nach Lyon. Mit dem Wagen würden wir für die knapp 230 Kilometer lange Strecke auf der fast parallel zur Rhône verlaufenden Autouroute du Soleil keine drei Stunden brauchen. Doch wozu Gas geben, wenn man auch ganz entschleunigt dahingleiten kann …

Avignon bei Nacht. Foto: Susanne Müller

 

Hier geht’s zu den aktuellen A-Rosa-Reisen: Übersicht

Text: Jörg Bertram, Fotos: A-ROSA Flusskreuzfahrten

 

A-ROSA LUNA

 Technische Daten:
Baujahr: 2005

Länge: 128 Meter

Breite: 12 Meter
Tiefgang: 1,35 Meter

Passagierdecks: 4

Passagiere: max. 174
Crew: ca. 45

Passagier-Crew-Verhältnis (PCR): ca. 3,9

Bordsprache: deutsch

Flagge: Deutschland

Reederei: A-ROSA Flußschiff GmbH

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Kabinen: insgesamt 86. Auf Deck 1 mit Bullaugen, auf Deck 2 und 3 mit bodentiefen Fenstern und französischen Balkonen. Die Kabinen sind hell und freundlich eingerichtet. Die Bäder mit Duschen fallen sehr klein und zweckmässig aus. Kabinengröße insgesamt: jeweils 14,5 qm.

Tipp: : Auch wenn die Aussicht von Deck 3 aufgrund der Höhe ein wenig besser sein mag, empfehlen wir die Kabinen auf Deck 2, weil sie sich unmittelbar über dem  Wasser befinden. Egal für welches Decks Sie sich entscheiden – wählen Sie Kabinen im vorderen Schiffsteil. Hinten kann es wegen der Motoren nicht nur stärker vibrieren, sondern auch unangenehm laut sein.

Stil & Ambiente: An Bord geht es leger und locker zu. Man kommt schnell ins Gespräch mit seinen Mitreisenden und genießt die Ruhe und die ungezwungene Atmosphäre an Bord. Trotz der beschränkten Raumverhältnisse, die auf einem Flussschiff unvermeidbar sind, erscheint das Ambiente luftig und großzügig. Man fühlt sich wohl – und keineswegs beengt.

Restaurant & Bar: Im Restaurant gibt es weder Sitzordnung noch Dresscode. Frühstück und Mittagessen werden in Buffetform angeboten. Abends kann man auf regulären Reisen zwischen Buffet oder gesetztem Dinner (gegen Aufpreis) wählen. Bei speziellen Reisen, wie der von uns gebuchten Gourmet-Tour werden auch einige mehrgängige Abendessen am Tisch serviert. Die Auswahl und Qualität der Speisen ist gehoben und abwechslungsreich. Auf den Gourmet-Reisen erreicht die Küche Top-Niveau.

Eine Bar befindet sich in der Schiffs-Lounge am Bug. Bei schönem Wetter werden auch abends auf dem Sonnendeck Getränke serviert.

Je nach gebuchtem Package sind Softdrinks, Kaffee, Tee sowie Tischweine sowie viele weitere alkoholische Getränke im Reisepreis inkludiert.

Bordunterhaltung: Tagsüber werden zumeist Vorträge und Fitnesskurse angeboten. Am Abend sorgen DJ oder Entertainer für Musik in der Lounge. In einigen Häfen finden auch Vorführungen lokaler Folkloregruppen an Bord statt.

Sport & Spa:

Es gibt einen kleinen Fitnessraum mit modernen Cardio-Geräte. Außerdem finden Gymnastik-und Aqua-Fit-Kurse im Pool statt. Das Spa verfügt über ein Dampfbad und eine große Panoramasauna. Die Bord-Kosmetikerin arbeitet mit Produkten der Marken Babor und Ligne St. Barth. Die von uns getestete Behandlung konnte leider nicht überzeugen.

 

Service:

Freundlich und zuvorkommend. Der Großteil des Servicepersonals stammt aus Ungarn, Polen und der Slowakei und ist gut ausgebildet. Trotzdem war die Mannschaft auf unserer Gourmet-Reise ab und zu vom anspruchsvolleren Serviceablauf leicht überfordert, was wir aber nicht überbewerten möchten.

 

Frankreich-Reisen mit A-ROSA: Übersicht

 

 

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