November 1, 2026

Neuseeland senkt Abgabe für Kreuzfahrtpassagiere

Niedrigere Gebühren für Kreuzfahrtpassagiere sollen in Neuseeland ab Juli 2027 die Kreuzfahrtbranche entlasten. 

November 1, 2026

Niedrigere Gebühren für Kreuzfahrtpassagiere sollen in Neuseeland ab Juli 2027 die Kreuzfahrtbranche entlasten. 

Während gerade in Europa die Abgaben für Passagiere von Kreuzfahrtschiffen drastisch steigen wie beispielsweise in Barcelona oder Venedig, versucht man auf der anderen Seite der Erde diese Gäste mit Senkungen anzulocken: Neuseeland senkt zum 1. Juli 2027 die Grenzabgabe für ankommende Kreuzfahrtpassagiere deutlich. Die von der Zollbehörde erhobene Border Processing Levy fällt dann von bislang 27,14 auf 7,20 neuseeländische Dollar. Bei abreisenden Gästen steigt die entsprechende Abgabe geringfügig von 0,68 auf 0,71 NZ-Dollar. Das teilte die neuseeländische Regierung am 16. Oktober mit. Insgesamt ergibt sich pro Kreuzfahrtpassagier so eine Ersparnis von umgerechnet 10,11 Euro. Jacqui Lloyd, Geschäftsführerin der New Zealand Cruise Association, sieht darin einen wichtigen Schritt, um Neuseeland als Kreuzfahrtziel wettbewerbsfähig zu halten. Nach Angaben der Branchenvertretung entfällt etwa jeder zehnte Tourist, der das Land besucht, auf die Kreuzfahrtbranche. Gleichzeitig reduzieren Reedereien ihre Hafenanläufe in Neuseeland.

Hohe Kosten belasten die Routenplanung

Neben den staatlichen Abgaben fallen insbesondere die Gebühren für Hafenanläufe ins Gewicht. Laut Lloyd können sich die staatlichen Abgaben und Hafenkosten für ein Kreuzfahrtschiff mit rund 3.000 Passagieren bei acht Anläufen in Neuseeland auf etwa 650.000 NZ-Dollar summieren  rund 329.500 Euro). Ein weiteres Problem sind die begrenzten Liegeplatzkapazitäten in Sydney. Viele Kreuzfahrten nach Neuseeland beginnen und enden in der australischen Metropole. Sind dort passende Liegeplätze schwer zu bekommen, müssen die Reedereien ihre Fahrpläne anpassen. Um die geplanten Abfahrts- und Rückkehrtermine in Sydney einzuhalten, werden teilweise die Routen verkürzt und weniger neuseeländische Häfen angesteuert.

Zusätzliche Abgabe bleibt bestehen

Die beschlossene Änderung betrifft ausschließlich die Grenzabgabe der Zollbehörde. Die zusätzliche Biosicherheitsabgabe für ankommende Kreuzfahrtpassagiere bleibt bei 10,58 NZ-Dollar (5,37 Euro). Die Beträge verstehen sich jeweils vor Mehrwertsteuer, es kommen also noch 15 Prozent dazu.

Die Gebühren sind üblicherweise bereits im Preis des Kreuzfahrttickets enthalten. Mit der Anpassung will die Regierung die Abgabe stärker an den erwarteten Kosten und Passagierzahlen ausrichten.

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