September 25, 2026

TUI Cruises: Upgrade per Auktion

TUI Cruises führt bei Mein Schiff mit der Möglichkeit einer Auktion ein neues Verfahren für Kabinen-Upgrades ein. Ausgewählte Gäste

September 25, 2026

TUI Cruises führt bei Mein Schiff mit der Möglichkeit einer Auktion ein neues Verfahren für Kabinen-Upgrades ein. Ausgewählte Gäste können nach ihrer Buchung selbst festlegen, wie viel sie für den Wechsel in eine höherwertige Kabinenkategorie zusätzlich zahlen würden. Ob das Gebot angenommen wird, entscheidet anschließend die Reederei. Damit wird das Upgrade für bestimmte Reisen zu einem Bieterverfahren, bei dem nicht mehr ausschließlich ein fester Aufpreis für den Wechsel in eine bessere Kategorie maßgeblich ist.

Das Angebot der Auktion steht allerdings nicht allen Gästen offen. TUI Cruises wählt sowohl die teilnehmenden Reisen als auch die dafür infrage kommenden Buchungen aus und informiert die ausgewählten Kunden per E-Mail. Bei einer so berechtigten Buchung kann das Upgrade-Programm frühestens 125 Tage vor Reisebeginn aufgerufen werden. Dort werden die für die jeweilige Reise verfügbaren höheren Kabinen- oder Suitenkategorien sowie die jeweiligen Mindestgebote angezeigt.

Das Gebot wird immer für die gesamte Kabine abgegeben und nicht pro Person berechnet. Wer beispielsweise mit mehreren Personen reist, zahlt bei erfolgreichem Zuschlag den gebotenen Betrag für die komplette Kabine zusätzlich zum bereits vereinbarten Reisepreis. Gleichzeitig können Gäste auf mehrere der angebotenen Kategorien bieten. TUI Cruises kann jedoch höchstens eines dieser Angebote annehmen.

Bis spätestens drei Tage vor der Abreise können die abgegebenen Gebote noch verändert oder zurückgenommen werden, sofern sie bis dahin nicht bereits angenommen wurden. Die Reederei kann ein Gebot allerdings auch schon früher akzeptieren. Über das Ergebnis sollen die Gäste spätestens zwei Tage vor Reisebeginn informiert werden. Wird kein Gebot angenommen, bleibt die ursprüngliche Buchung unverändert und es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Eine Besonderheit des Verfahrens ist, dass die Gäste zwar die Kategorie auswählen, nicht aber die konkrete Kabine. Nach einem erfolgreichen Gebot bestimmt TUI Cruises, welche Kabine innerhalb der neuen Kategorie zugewiesen wird. Weder Kabinennummer noch Deck, Lage oder Schiffsseite können dabei selbst festgelegt werden. Die neue Kabine kann nach Angaben der Reederei sogar auf einem niedrigeren Deck liegen als die ursprünglich gebuchte.

Gerade für Gäste, die ihre Kabine bewusst nach ihrer Lage ausgesucht haben, kann das relevant sein. Wer beispielsweise Wert auf eine bestimmte Schiffsseite, die Nähe zu Aufzügen oder eine bestimmte Position auf dem Deck legt, gibt diese Kontrolle mit der Teilnahme am Upgrade-Verfahren auf. Wird das Gebot angenommen, ist die neue Kabine verbindlich und eine Rückkehr zur ursprünglich gebuchten Kabine nicht mehr möglich.

Auch ein besonders hohes Gebot in der Auktion garantiert keinen Zuschlag. TUI Cruises entscheidet selbst, welche Angebote angenommen werden. Nach den Teilnahmebedingungen werden in vielen Fällen die hochwertigsten Gebote einer Kategorie berücksichtigt, die konkreten Auswahlkriterien hält die Reederei jedoch vertraulich. Sie kann deshalb auch das höchste eingegangene Gebot ablehnen. Entscheidend ist zudem, ob die entsprechende Kabine überhaupt verfügbar ist.

Die Einführung des Systems ermöglicht TUI Cruises damit, freie Kapazitäten in höherwertigen Kabinen nachträglich an bereits gebuchte Gäste zu vermarkten. Für die Kunden eröffnet sich gleichzeitig die Möglichkeit, auch nach der ursprünglichen Buchung noch in eine bessere Kategorie zu wechseln, ohne den regulären Preis für eine Umbuchung zahlen zu müssen. Wie attraktiv ein Gebot tatsächlich ist, hängt allerdings von der jeweiligen Reise, der angebotenen Kategorie und dem geforderten Mindestbetrag ab.

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