Die Scenic Group will ihr Geschäft in Indien in den nächsten Jahren deutlich erweitern. Bis 2030 sind zwei weitere ultraluxuriöse Flussschiffe für die Region vorgesehen. Auslöser für die Expansion ist laut Unternehmen die anhaltend hohe Nachfrage nach Flussreisen und Rundreisen in Indien und Sri Lanka.
Für den Ausbau ihres Angebots arbeitet Scenic künftig mit Assam Bengal Navigation (ABN) zusammen. Das indische Unternehmen ist seit mehr als zwei Jahrzehnten auf dem Brahmaputra und dem Ganges aktiv und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Betrieb von Flusskreuzfahrten in der Region. Scenic bringt im Gegenzug seine internationale Expertise im Luxussegment, sein All-Inclusive-Konzept und sein weltweites Vertriebsnetz ein.
Der Brahmaputra rückt in den Fokus
Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Brahmaputra im Nordosten Indiens. Entlang des Flusses erwarten Reisende weitläufige Landschaften, eine artenreiche Tierwelt, traditionelle Lebensweisen und abgelegene Gemeinden. Mit dem geplanten Programm will Scenic seinen Gästen eine weitere, bislang weniger erschlossene Facette Indiens zugänglich machen.
Scenic Aura startet auf dem Hugli
Die neue Kooperation ergänzt das bereits angekündigte Angebot auf dem Hugli in Westbengalen. Dort soll die Scenic Aura ab Oktober 2027 unterwegs sein. Das Boutique-Schiff bietet Platz für lediglich 44 Gäste und ist für eine Kombination aus Flussreisen und individuellen Landprogrammen in Indien und Sri Lanka vorgesehen. Für die Saison 2027/2028 ist unter anderem eine zehntägige Reise auf dem Hugli geplant. Auf dem Programm stehen unter anderem historische Paläste, bedeutende religiöse Stätten, Städte und lokale Handwerksgemeinschaften. Ergänzt werden die Flussreisen durch ausgewählte Landerlebnisse in Indien und Sri Lanka.
Ausbau langfristig angelegt
Die Zusammenarbeit mit Assam Bengal Navigation wurde im Rahmen eines Treffens in Delhi offiziell bestätigt. Daran beteiligt waren Scenic-Gründer und Chairman Glen Moroney, ABN-Gründer und Managing Director Ashish Phookan sowie Shri Sarbananda Sonowal, Minister für Häfen, Schifffahrt und Wasserwege. Moroney sieht in Indien einen wichtigen Zukunftsmarkt für das Unternehmen. Die lokale Erfahrung von ABN ermögliche Scenic den Zugang zu etablierten Strukturen und umfassendem Wissen über die indischen Flüsse. Gleichzeitig könne die Gruppe ihre internationale Erfahrung im Bereich der luxuriösen Flusskreuzfahrt einbringen. Auch für ABN steht die Verbindung beider Unternehmen im Mittelpunkt. Nach Angaben von Ashish Phookan sollen die langjährige Erfahrung seines Unternehmens auf dem Brahmaputra und Ganges sowie die internationale Marktpräsenz und Luxuskompetenz von Scenic miteinander verknüpft werden.
Zwei weitere Schiffe bis 2030 geplant
Mit der geplanten Erweiterung auf dem Brahmaputra will Scenic die Grundlage für weitere Angebote in Indien und der umliegenden Region schaffen. Konkrete Einzelheiten zu den beiden bis 2030 geplanten Schiffen sowie zu den künftigen Routen hat das Unternehmen bislang noch nicht bekannt gegeben.