August 6, 2026

NABU-Kreuzfahrtranking: Havila und Hurtigruten im Umweltranking vorn

Die Kreuzfahrtbranche verbessert ihre Energieeffizienz und investiert zunehmend in Landstromanschlüsse - das zeigt das NABU-Kreuzfahrtranking 2026.

August 6, 2026

Die Kreuzfahrtbranche verbessert ihre Energieeffizienz und investiert zunehmend in Landstromanschlüsse – das zeigt das NABU-Kreuzfahrtranking 2026. Beim entscheidenden Schritt hin zur Dekarbonisierung, dem Umstieg auf klimaneutrale Kraftstoffe, bleibt sie jedoch deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Dem NABU-Umweltranking zufolge bieten die norwegischen Reedereien Havila und Hurtigruten die am wenigsten klima- und umweltschädlichen Kreuzfahrtreisen an. NABU-Schifffahrtsexperte Sönke Diesener betonte aber , dass beide selbst als Bestplatzierte aber nicht einmal die Hälfte der möglichen Punkte erreichen. Beim NABU-Kreuzfahrtranking 2026 kann man 17 Punkte erreichen und die Besten erreichen 7,5.

„Noch immer setzen einige Kreuzfahrtunternehmen in großem Umfang auf Schweröl, mit fatalen Folgen für Klima und Umwelt. Dabei wäre der Ausstieg längst möglich. Es fehlt nicht an technischen Lösungen, sondern am Willen zur Umsetzung. Die Unternehmen müssen jetzt verbindlich auf klimafreundliche Antriebe und saubere Kraftstoffe umsteigen und ihre Verantwortung für den Schutz von Meeren und Klima ernst nehmen“, sagte Raija Koch, NABU-Referentin für Schifffahrt.

Auch die Luftverschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe belastet weiterhin die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Während rund die Hälfte der Reedereien ihre Stickoxidemissionen im Fahrbetrieb reduziert, bleiben wirksame Maßnahmen gegen besonders gesundheits- und klimaschädliche Rußemissionen bislang weitgehend aus.

Fortschritte sieht der NABU hingegen in den Häfen selbst: Der Ausbau und die Nutzung von Landstrom schreitet voran und ermöglicht es, Schiffe während der Liegezeit mit Strom zu versorgen, anstatt die Bordenergie über laufende Motoren zu erzeugen. So lassen sich Klima- und Luftschadstoffemissionen nahezu vollständig vermeiden. Weitere Fortschritte sind im Bereich Energieeffizienz zu verzeichnen. Durch Neubauten und technische Nachrüstungen sinken bei den meisten Unternehmen die Klimaemissionen pro Passagierkilometer.

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