April 14, 2026

Donauzauber: Mit der Thurgau Prestige von Budapest bis Bukarest

Thurgau Prestige

April 14, 2026

Die Donau – Europas zweitlängster Strom – ist nicht nur ein geschichtsträchtiger Fluss, der seit Jahrtausenden Länder und Kulturen verbindet, sondern auch eine Bühne für eine der eindrucksvollsten Flusskreuzfahrten in Europa. Wer mit der Thurgau Prestige von Budapest über Belgrad bis Bukarest reist, erlebt faszinierende Metropolen und das beeindruckende Wunder des Donaudeltas. Das Boutique‑Schiff gleitet sanft durch UNESCO-Erbstätten hin zu lebendigen Städten – und bietet eine Kulisse, die sich jeden Tag wandelt.Die Thurgau Prestige ist dabei nicht nur Transportmittel, sondern ein schwimmendes Heim mit Komfort und Charme.

Thurgau Prestige
Die Thurgau Prestige auf der Donau.

Die Thurgau Prestige – Schweizer Komfort auf der Donau

Bevor die Reise beginnt, lohnt sich ein Blick auf das Zuhause der kommenden Tage. Die Thurgau Prestige präsentiert sich als elegantes Boutique‑Flussschiff mit stilvollem Interieur, großen Panoramafenstern und Liebe zum Detail. Maximal 140 Gäste reisen auf 110 Metern Länge – eine Größe, die Privatsphäre und persönlichen Service ideal verbindet  57 Kabinen, 7 Junior Suiten und 6 Master Suiten stehen zur Wahl – alle außenliegend, viele mit französischem Balkon. Die Kabinen sind rund 15 m² groß, modern ausgestattet und in warmen Beige‑Tönen gehalten. Die Master Suiten bieten zusätzlich ein Sofa, Badewanne, begehbaren Schrank und eine eigene Nespresso‑Maschine – ideal für Frühaufsteher, die den ersten Sonnenstrahl über der Donau genießen möchten.

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Kulinarik – feine Küche mit regionalen Akzenten

Die Küche an Bord kombiniert internationale Gerichte mit saisonalen Spezialitäten aus den bereisten Regionen. Das Frühstück bietet ein reichhaltiges Buffet, warme Eierspeisen gibt es auf Bestellung. Zum Mittag- und Abendessen werden abwechslungsreiche mehrgängige Menüs serviert, dabei gibt es immer ein regionales Gericht pro Gang zur Wahl. Nachmittags warten Kaffee und Kuchen sowie kleine Sandwiches in der Panorama-Lounge. Hier wird auch jeden Mittag ein „Light-Lunch“ serviert. Spezielle Themenabende und natürlich das Gala-Dinner sind weitere Höhepunkte für die Gäste der Reise. Das Sonnendeck lockt mit Whirlpool, Liegen und dem Putting Green. Die Thurgau Prestige bietet zudem einen Massagesalon und einen Fitnessraum.

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Budapest: Auftakt mit Pracht und Perspektive

Die ungarische Hauptstadt empfängt die Gäste mit barocker Eleganz und pulsierendem Leben. Nach der individuellen Anreise und Einschiffung am Mahart-Anleger beginnt die Reise mit einem Willkommensdrink in der Lido-Bar. Der Blick auf das Parlament, das sich majestätisch am Donauufer erhebt, ist ein erster Höhepunkt. Wer früh anreist, hat Zeit für einen Spaziergang am Parlament, für einen Besuch in einem Thermalbad oder in der Markthalle mit ihren Paprikasäcken und Strudelspezialitäten. Budapest ist eine Stadt der Kontraste – zwischen Jugendstil und Moderne, Thermalbädern und Ruinenbars.

Blick auf das Parlament in Budapest.

Kopački rit: Naturparadies zwischen Donau und Drau

Am nächsten Tag hängt der Morgennebel erst noch tief über der Donau, dann erwartet die Reisenden bei strahlendem Sonnenschein ein Ausflug in Kroatiens berühmten Naturpark Kopački rit. Dieses Biosphärenreservat liegt zwischen Donau und Drau und bietet zwei völlig unterschiedliche Landschaften: Im Süden die berühmte Aue mit über 40 Fischarten, im Norden trockene Eichenwälder, Heimat der seltenen Schwarzstörche. Die Bootsfahrt durch das Reservat ist ein Naturerlebnis, bei dem Reiher, Schwäne und Eisvögel zum Greifen nah sind. Alternativ können Aktive eine Velotour durch den Park. Im Anschluss besuchen beide Gruppen das Dorf Kopačevo, gegründet im Jahr 1212. Dort erwartet die Gäste ein humorvolles Kulturprogramm mit Filmvorführung und Verkostung lokaler Spezialitäten.

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Novi Sad und Belgrad: Serbiens kulturelle Perlen

Nach einem entspannten Nachmittag an Bord erreicht das Schiff Novi Sad. Die charmante Universitätsstadt mit barockem Flair ist eine echte Überraschung und war 2021/2022 Europäische Kulturhauptstadt. Novi Sad empfängt die Reisenden mit kunstvoller Habsburger-Architektur und der mächtigen Festung Petrovaradin. Ein Spaziergang durch die Altstadt ist entspannt und in den Abendstunden besonders reizvoll.

Donau-Impressionen von Bord aus.

Belgrad: eine Stadt im Wandel

Am nächsten Tag steht Belgrad auf dem Programm. Die Metropole an der Mündung von Save und Donau vibriert vor Geschichte. Die serbische Hauptstadt beeindruckt mit der Festung Kalemegdan, von der aus Prinz Eugen von Savoyen einst die Türken besiegte. Ein Rundgang durch die Anlage, die tief mit der osmanischen und habsburgischen Vergangenheit verbunden ist, eröffnet tolle Weitblicke auf die Flusslandschaft.

Die serbische Hauptstadt beeindruckt mit der Festung Kalemegdan.

 

Der Ausflug führt weiter zum beeindruckenden Dom des heiligen Sava, einem der größten orthodoxen Kirchenbauten der Welt. Zu den charmantesten Ausflügen der Reise gehört der Besuch des Künstlerdorfs Kovačica. Die Mehrheit der Einwohner gehört der slowakischen Minderheit an, und die naive Malerei ist hier lebendige Tradition. In der größten Galerie der Region bestaunen Besucher farbenfrohe Werke, bevor sie die spätbarocke evangelische Kirche und das Atelier des Geigenbauers Jan Nemček besuchen. Der Meister zeigt, wie aus Holz Klang wird und spielt zum Abschluss selbst auf einer seiner handgefertigten Geigen.

Es lohnt sich, am Nachmittag auf eigene Faust Belgrad zu erkunden, die wunderschönen Bauten und Jugendstilhäuser zu betrachten. Viele behaupten, man habe Belgrad erst dann wirklich erlebt, wenn man eine Stunde im Café Moskva verbracht hat – mit Blick auf die belebten Straßen, einem starken Espresso und dem ersten Löffel einer süß‑fruchtigen Moskva‑Šnit. Und wenn der Pianist gerade ein altes Walzerthema anstimmt, versteht man plötzlich, warum dieser Ort für Einheimische wie für Reisende gleichermaßen ein Stück Seele der Stadt ist.

Das Café Moskva in Belgrad.

Das Eiserne Tor: Donau-Drama zwischen Felsen

Der nächste Tag ist ein Flusstag – und was für einer! Die Fahrt durch das „Eiserne Tor“, einen spektakulären Taldurchbruch zwischen Karpaten und Balkangebirge, ist ein landschaftliches Highlight der Extraklasse (Foto ganz oben). Auf 130 Kilometern schlängelt sich die Donau durch steile Felswände und enge Schluchten an denen das Wasser aufbraust – ein Naturphänomen, das man am besten vom Sonnendeck aus genießt.

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Die Donau am Eisernen Tor.

 

Plötzlich taucht der monumentale Felsenkopf des „Decebalus“ auf, 55 Meter hoch, in die steile Felswand gemeißelt, ein steinernes Gesicht, das über die Donau zu wachen scheint. Ein Moment, der einem die Sprache verschlägt, denn dieser gewaltige Koloss wirkt, als blicke er jedem Reisenden direkt ins Herz, ein stummer Wächter der Geschichte, der die Passage durch das Eiserne Tor noch eindrucksvoller macht. Decebalus war der letzte König des dakischen Reiches (im Gebiet des heutigen Rumäniens) und regierte etwa 85–106 n. Chr. Er ist eine der wichtigsten historischen Figuren Südosteuropas.

Der Felsenkopf am Eisernen Tor.

Rousse und das Felsenkloster Ivanovo

In Bulgarien angekommen, wartet das Felsenkloster Ivanovo mit seinen in Stein gehauenen Kirchen und Kapellen auf die Ausflügler. Die UNESCO-Welterbestätte liegt malerisch in den Felsen über dem Fluss. Der Aufstieg ist anstrengend und nichts für mobilitätsbeeinträchtigte Personen, doch er lohnt sich. Die Felsenkirchen, die in Höhlen geschlagen und mit mittelalterlichen Fresken ausgeschmückt sind, sind ein mystischer Ort.

In Bulgarien angekommen, wartet das Felsenkloster Ivanovo mit seinen in Stein gehauenen Kirchen und Kapellen auf die Ausflügler.

 

Nach der Rückfahrt nach Rousse wartet die Stadtbesichtigung mit Opernhaus, Theater, Freiheitsdenkmal und den breiten Boulevards. Rousse (auch Ruse oder Russe) ist eine der elegantesten und kulturell bedeutendsten Städte Nordbulgariens – direkt an der Donau gelegen, gegenüber der rumänischen Stadt Giurgiu. Die Stadt gilt als Tor nach Bulgarien, als Kulturzentrum des Nordens und trägt aufgrund ihrer Architektur den Spitznamen „Kleines Wien“. Hier gibt es auch Gelegenheit, Mitbringsel zu kaufen. Beliebt sind Kosmetika mit Rosenessenzen und Rosenschnaps.

Bukarest: Das Paris des Ostens

Am nächsten Tag sind wir schon in Rumänien. Ab dem Anleger Giurgiu geht es per Bus in die rumänische Hauptstadt. Der Tagesausflug beginnt mit einer Rundfahrt durch das Stadtzentrum und den Norden der Stadt. Bukarest empfängt seine Besucher wie eine Stadt, die zwei Herzen schlägt: das eine voller Geschichten vergangener Jahrhunderte, das andere pulsierend und modern. Schon beim Einfahren in die Stadt beginnt das Panorama zu flirren – breite Boulevards, schimmernde Fassaden, dazwischen kleine Viertel mit verwunschenen Innenhöfen.

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Die Altstadt von Bukarest.

 

Ein erster Spaziergang über den Triumphbogen, der stolz über dem Verkehr thront, lässt erahnen, warum die Stadt einst das „Paris des Ostens“ genannt wurde. Die breiten Straßen, die eleganten Villen und die großzügigen Plätze spiegeln das Selbstbewusstsein einer Hauptstadt wider, die immer mehr sein wollte als ein Randgebiet Europas. Im Freilichtmuseum am Herăstrău-See erleben die Gäste das bäuerliche Leben Rumäniens – mit Originalhäusern, Mühlen und Kirchen aus allen Regionen des Landes. Zwischen schattigen Bäumen und dem Duft von Harz und Holz fühlt sich Bukarest plötzlich ländlich an. Ein Ort, an dem Rumänien seine Seele und Wurzeln offenbart.

Noch ist Bukarest ein Geheimtipp

Am Revolutionsplatz, wo 1989 der Umsturz begann, wird Geschichte greifbar. Die Fassade des ehemaligen Königspalasts, die Spuren der Revolution von 1989, die Straßen, die noch immer eine Mischung aus Aufbruch und Erinnerung tragen. Bukarest ist eine Stadt, die nichts vergisst und doch unaufhörlich weiterwächst. Noch ist Bukarest ein Geheimtipp, eine Metropole, die wieder erwacht. Zwischen den breiten Boulevards des Pariser Viertels steht auch ein Stück Rom mitten in Bukarest: die bronzene Wölfin, die Romulus und Remus säugt – ein Geschenk Italiens. In der Nachmittagssonne glitzert sie wie ein Hinweis darauf, dass Rumäniens Wurzeln tief in die lateinische Welt reichen. Passanten bleiben kurz stehen, machen ein Foto und lächeln.  Denn dieses kleine Monument verbindet Mythen und Moderne in einer Stadt, die ihre Geschichte stolz trägt.

Und während man durch die Altstadt schlendert, vorbei an Cafés, deren Glaslampen warmes Licht auf das Kopfsteinpflaster werfen , versteht man, warum Bukarest so schwer in Worte zu fassen ist: Es ist elegant und wild zugleich, laut und leise, widersprüchlich und wunderschön. Eine Stadt, die sich nicht anbiedert, sondern entfaltet – am besten dann, wenn man sich ohne Plan treiben lässt, vorbei an Fassaden, die Geschichten erzählen, und Plätzen, die im Abendgold schimmern. Ein Vier-Gänge-Mittagessen in einem traditionellen Restaurant rundet den Tag ab. Für Gäste, die bis zum Donaudelta an Bord bleiben, endet der Ausflug mit einem Besuch des (auch umstrittenen) Parlamentspalasts. Für ihn wurde ein großer Teil der historischen Altstadt ausgelöscht.

Er ist das zweitgrößte Gebäude der Welt und ein Symbol für die kommunistische Vergangenheit Rumäniens. Über den breiten Unirii-Boulevard hinweg thront er in der Abendsonne, ein riesiger Block aus Marmor und Macht. Wer davorsteht, spürt die Schwere der Geschichte. Das gigantische Gebäude beeindruckt mit prunkvollen Sälen und endlosen Korridoren. Führungen enthüllen seine Geheimnisse und vermitteln Einblicke in die düstere Zeit des berüchtigten Diktators Nicolae Ceaucescu.

Das rumänische Parlament in Bukarest.

Donaudelta: Vogelparadies und Wasserlabyrinth

Das Ende der Reise rückt näher: Ein ganztägiger Bootsausflug ab Tulcea führt ins Biosphärenreservat Donaudelta. Pelikane, Reiher und Schwäne begleiten die Fahrt durch die Nebenarme der Alten Donau. Der Nebunu-See ist ein Hotspot für Vogelbeobachtung, besonders in der Brutzeit. Tausende Pelikane gleiten majestätisch über das Wasser, während Silberreiher und Löffler in den Schilfgürteln nisten. Die Fahrt führt weiter durch die Kanäle bis zum Sulina-Hauptkanal. Die Fauna der Gewässer ist reich an Fischen. Ein Buffet-Mittagessen an Bord sorgt für Genuss mitten im Naturparadies. Ein Hinweis: Die Tierwelt zeigt sich nicht immer planmäßig, aber gerade das macht den Reiz dieses Ausflugs aus, denn wenn sie es tun, sind es magische Momente.

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Ein Folklore-Abend an Bord der Thurgau Prestige.

Constanta: das Schwarze Meer in Sicht

Auch die schönste Zeit geht einmal vorbei und am Ende wartet ein weiteres Highlight auf die Gäste der Thurgau Prestige: Constanta, Rumäniens Tor zum Meer. Die älteste Stadt Rumäniens erwartet die Gäste mit römischem Erbe, osmanischer Architektur und Küstencharme. Wer möchte, besucht das Völkerkundemuseum und macht einen Spaziergang durch die Altstadt mit Blick auf das ikonische Casino an der Promenade oder genießt eine Weinprobe mit Folklore-Show in einem historischen Weinkeller. Danach heißt es Abschied nehmen – mit einem Koffer voller Erinnerungen.

Das berühmte Casino von Constanta in Rumänien.

 

Text:  Antonia Kasparek, Fotos: Antonia Kasparek und Thurgau Travel

Weitere Informationen zu den neuen Touren sowie dem umfangreichen Angebot an Flussreisen unter www.thurgautravel.de

Hier geht’s direkt zur Reise: Donauzauber.

Über Thurgau Travel

Seit über 20 Jahren bietet die Thurgau Travel AG mit Sitz in der Schweiz Flusskreuzfahrten an, und hat sich seitdem als einer der führenden europäischen Anbieter etabliert. Pioniergeist, Kompetenz, gute Beziehungen zu Reedereien und langjährige Erfahrung machen den Erfolg des Reiseanbieters aus. Gemeinsam mit ihrem rund 30-köpfigen Team gelingt es der Familie Kaufmann als Inhaber von Thurgau Travel immer wieder, Neuheiten aus der Welt der Flusskreuzfahrten anzubieten und neue, bisher unbekannte Wasserwege zu entdecken. Seit 2022 ist Thurgau Travel Deutschland mit einem Teil des globalen Angebots in Berlin vertreten. Diese Auswahl umfasst mehr als 40 Routen in über 16 Ländern.

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