Januar 6, 2026

Zum Sternegucken nach Irland

Irland Sterne

Januar 6, 2026

Wenn die Nacht über Irland hereinbricht, verschwindet das Licht – und die Sterne gehen an. Öfter als man denkt, spannt sich dann über Klippen, Seen und Mooren ein dank regelmäßiger Atlantikwinde häufig leer gefegter und vielerorts so dunkler Himmel, dass er den Blick wie ein Magnet nach oben zieht. In diesen Momenten wird spürbar, wie weit das Universum ist und wie klein man selbst im besten Sinne werden kann.

Die Sehnsucht, bewusst Orte aufzusuchen, an denen die Nacht Nacht sein darf – tief, klar und voller Sternenlicht –, spiegelt sich in der boomenden Dark Sky Bewegung wider. Diese hat sich in den vergangenen Jahren weltweit etabliert. Unter den europäischen Ländern ist Irland eines der wenigen, das gleich mehrere mittels strengem Zertifizierungsprozess geadelte Dark-Sky-Regionen beheimatet. Und es ist dank ausgezeichneter Fährverbindungen gut von Deutschland aus zu erreichen. Perfekt außerdem, um das eigene Auto dabei zu haben.

Tipps zu Irlands Sternenhimmel

Irlands Sternenhimmel hat das ganze Jahr über etwas zu bieten, doch einige Monate sind für Dark-Sky-Fans besonders lohnend. So herrscht von November bis Februar nicht nur die längste Dunkelheit, sondern auch oft die klarste Luft – perfekt, um Milchstraße, Wintersternbilder wie Orion und helle Planeten zu spotten. An der Westküste, etwa in Kerry und Mayo, sorgen atlantische Winde oft für besonders klare (und, ja, mit 2-8 Grad auch recht frische) Nächte zwischen den Wetterfronten. Ein Highlight sind Anfang Januar die Quadrantiden, eine Art starker Meteorsturm, der für seine zahlreichen Sternschnuppen bekannt ist.

März und April sind ideal für tiefstehende Galaxien und Nebel, besonders im Mayo Dark Sky Park. Vom 13. bis 20. April feiert die International Dark Sky WeekOpens in new window weltweit den Nachthimmel.

Der Sommer (Juni-August) mit seinen kurzen Nächten ist zugegebenermaßen weniger geeignet für tiefe Nachtbeobachtungen, eher für spektakuläre Abendhimmel. Im Spätsommer und Frühherbst – August bis Oktober – lassen sich späte Sommersternbilder gut beobachten.

Besonders toll: die Perseiden, noch so ein wiederkehrender Meteorsturm, diesmal Mitte August. Im Norden, rund um das OM Observatory, erlebt man im Herbst besonders stabile Bedingungen. Wichtig für alle Orte: Mondlose Nächte maximieren den Eindruck der Dunkelheit und rücken schwache Sterne in den Vordergrund (wobei Sternkarten-Apps wie „Stellarium“ zusätzlich helfen). Die nächsten Neumond-Termine: 18. Januar, 17. Februar und 19. März.

Mehr Infos: http://www.darksky.org/

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