November 3, 2025

„Lord of the Glens“: Mit Stil und Stories durch die schottischen Highlands

Reisebericht einer Kreuzfahrt mit der Lord of the Glens durch die schottischen Highlands auf dem Kaledonischen Kanal

November 3, 2025

Nach dem imposanten Anblick von Cawdor Castle, das zu den drei schönsten der vielen Burgen Schottlands zählt, kommt für die staunenden Gäste der Lord of the Glens die Ernüchterung durch Touristenführer Alistair Gordon Hector: Britanniens berühmtester Barde war ein Fälscher und Geschichtsklitterer! Denn William Shakespeare ließ König Duncan im 1606 geschriebenen Theaterstück auf Cawdor Castle ermorden. Die Tragödie um den Königsmörder Macbeth thematisiert ein dunkles Kapitel schottischer Geschichte: Der echte Macbeth war ein Fürst, der König Duncan im Jahr 1040 erschlug – Cawdor Castle wurde aber erst 1370 erbaut.

Cawdor Castle: Wo Shakespeare absichtlich irrte
Wo Shakespeare absichtlich irrte: Cawdor Castle

 

Dies wusste der wortgewandte William natürlich auch ganz genau. Der Grund, warum der Freigeist sich diese literarische Freiheit nahm, aber es mit der Historie nicht so ganz genau: Der Dichter wollte dem König gefallen, denn der seit 1603 als König von England regierende James I. war auch König von Schottland. Einer seiner Vorfahren war Banquo, vom Dichter im Stück als überaus positive Figur dargestellt, dessen positive Charaktereigenschaften natürlich auf den Nachfolger vererbt wurden. James I. war ein großer Förderer des stets finanziell klammen Autors und sponserte großzügig dessen Theatertruppe, die daraufhin in „The King´s Men“ umbenannt wurde. Als weiteren Dank widmete Shakespeare „Macbeth“ dem König.

Deutlich weniger beeindruckt von ihrer adligen Arbeitgeberin, so erzählt Alistair, zeigten sich dagegen die Zofen und Mägde von Lady Caroline Cawdor. Die Ehefrau des 1670 amtierenden Barons ließ in ihrem Schlafzimmer ein Jagdbild mit Wildvögeln aufhängen. Daraufhin machten sich die Angestellten, wenn sie feste Pflichten hatten oder gerufen wurden, auf den Weg zur „Waldschnepfe“.

Der Kaledonische Kanal ist streckenweise sehr eng
Der Kaledonische Kanal ist streckenweise sehr eng

 

Diese Fahrt auf dem Kaledonischen Kanal durch die schottischen Highlands zeigt eindrücklich, wie wichtig ein hervorragender Touristenführer und Reiseleiter für den Erfolg einer Reise ist und warum Veranstalter Lernidee nicht nur den richtigen Namen trägt, sondern auch dafür sorgt, dass Reisende die Kultur des besuchten Landes ausführlich kennenlernen können, wenn sie dies möchten.

Die Highlands bilden eine großartige Kulisse
Die Highlands bilden eine großartige Kulisse

 

Alistair sprüht vor Esprit und Energie, hat immer eine Anekdote parat, erklärt geduldig, kenntnisreich und mit viel Humor die große Geschichte Schottlands, immer freundlich, zuvorkommend, aber unaufdringlich, mit feinem Gespür für Situationen und Menschen. Man merkt, dass der 69-Jährige nach seinem Germanistikstudium mit ein paar Semestern in Deutschland lange Jahre Schulleiter einer der renommiertesten und ältesten Privatschulen Edinburghs war, bevor er selbst noch einmal zwei Jahre lang die Schulbank drückte und zertifiziertes Mitglied des schottischen Fremdenführer-Verbandes wurde.

Alistair erklärt die Aufstellung der Clans in Culloden
Alistair erklärt die Aufstellung der Clans in Culloden

 

Die Tragödie von Culloden

Das wohl dunkelste Kapitel der tragödienreichen schottischen Geschichte spielte sich wohl auf dem Schlachtfeld von Culloden bei Inverness ab, wo aufständische Jakobiter ihren letzten Kampf gegen britische Besatzer führten. Die Jakobiter waren Anhänger der im Exil lebenden Thronanwärter aus dem Haus Stuart. Der Name leitet sich von Jakob II. ab, der 1685 zum König von England, Schottland und Irland gekrönt, aber vier Jahre später abgesetzt wurde, weil er das anglikanische England katholisieren wollte. Die Absetzung führte zum ersten Jakobiteraufstand 1689, der ebenso blutig niedergeschlagen wurde wie ein zweiter Revolutionsversuch 1715. Dies änderte sich erst, als Charles Edward Stuart, Sohn des in Frankreich lebenden Thronprätendenten James Stuart, mit einem Schiff in Schottland anlandete und die mächtigsten Hochland-Clans hinter sich vereinigen konnte. Bonnie Prince Charlie ist noch heute ein schottischer Volksheld. Er eroberte Edinburgh zurück, gewann mehrere Schlachten und marschierte sogar in England ein. Erst in Derby, 150 km vor London, stoppte seine Armee und zog sich wieder nach Schottland zurück, weil mehrere Heerführer Bedenken hatten.

Das rächte sich fürchterlich: Zwar siegten Bonnies Truppen ein letztes Mal gegen die Engländer am 17. Januar 1746 in der Schlacht bei Falkirk, aber seine Männer waren total erschöpft und die Vorräte gingen zur Neige. Die müden Krieger stürmten am 16. April ein letztes Mal im Moor von Culloden auf die englischen Linien zu und wurden von der Übermacht vernichtend geschlagen, mehr als die Hälfte der Jakobiten fiel. Nach dieser Schlacht, so Guide Alistair, blieben vor vielen Dörfern in den Highlands hohe Steinhaufen zurück. Denn jeder Mann, der in den Kampf zog, legte beim Abschied einen Stein am Dorfausgang ab. Diejenigen, die zurückkehrten, nahmen einen Stein wieder auf, so dass klar war, wie viele Krieger gefallen waren.

Bonnie Prince Charles entkam seinen englischen Verfolgern aufgrund der Unterstützung durch die Bevölkerung auf einer fünfmonatigen, abenteuerlichen Flucht und bestieg schlussendlich ein Boot nach Frankreich. Die Clans aus den Highlands verloren ihr Land, Culloden war das Ende des Jakobitenaufstands und der Herrschaft der schottischen Clans.

Das ehemalige Schlachtfeld ist heute eine große Wiese. Wege und Fahnen in verschiedenen Farben zeigen der Verlauf der Fronten der beiden Streitmächte. Tafeln erklären, wo welcher Clan stand. Gedenksteine markieren die Gräber der Highlander. Im Besucherzentrum vermittelt eine großartige Ausstellung mit zahlreichen Original-Artefakten, interaktiven Terminals, Kino und Erklärtafeln die Geschichte vor, während und nach der Schlacht oder der anschließenden Verfolgung.

Wie eine Privatyacht wirkt das elegante Schiff
Wie eine Privatyacht wirkt das elegante Schiff

 

Ein schwimmendes Boutique-Hotel

Die nur knapp 42 Meter lange und 10,5 m breite Lord of the Glens ist ein stilvolles, britisches Landhaus auf dem Wasser. Das elegante Schiff für maximal 50 Gäste wirkt wie eine Privat-Yacht mit schlanken Linien, weißen Decks und dunkelblauen Akzenten. Das Kreuzfahrtschiff im Taschenformat ist ideal, um Schottlands verwunschene Wasserwege zu befahren – den Caledonian Canal, die großen Seen der Highlands und schließlich die zerklüftete Westküste bis nach Oban und zu den Inneren Hebriden.

Viel Holz und Messing macht Kabinen und Öffentliche Räume heimelig und gemütlich
Viel Holz und Messing macht Kabinen und Öffentliche Räume heimelig und gemütlich

 

Zwei Lounges mit großen Panoramafenstern, eine Bibliothek voller Bücher über Schottlands Geschichte und Natur sowie ein kleines Restaurant machen die Atmosphäre an Bord gemütlich. Hier geht es nicht um Masse, sondern um Nähe – zur Landschaft, zu den Mitreisenden, zur Crew. Die 25 mit Mahagoni-Möbeln ausgestatteten Kabinen sind kompakt, aber elegant. Poliertes Holz, Messingbeschläge und schottische Tartanmuster verleihen den Räumen heimeligen Charakter. Einmalig ist die Anwesenheitstafel aus blankpoliertem Messing in der kleinen Lobby: Wer an Land geht, schiebt per Hand einen Regler auf „off“ und bei der Rückkehr wieder „on“.

Pure Nostalgie: Die Anwesenheitsliste in der Lobby
Pure Nostalgie: Die Anwesenheitsliste in der Lobby

Anders als auf großen Kreuzfahrtschiffen bleibt hier kaum etwas anonym. Schon nach kurzer Zeit kennen sich die Reisenden, am Abend wird gemeinsam Whisky verkostet, den traditionellen Tänzen Einheimischer zugeschaut oder schottische Volksweisen gelauscht.

Kapitän Tony Duncan meistert auch die engsten Schleusen
Kapitän Tony Duncan meistert auch die engsten Schleusen

 

Die Küche vereint schottische Tradition mit moderner Leichtigkeit. Ziel der kleinen, aber exzellenten Küchencrew ist es, das Land auch kulinarisch erfahrbar zu machen. Zum servierten Essen mittags und abends werden als Vorspeise Suppen aus regionalem Gemüse serviert, zum Hauptgericht können Gäste wählen aus  fangfrischem Kabeljau mit Haferkruste, Beef von Highland-Rindern, Jakobsmuschel mit Whisky-Sauce und vegetarischen oder veganen Alternativen.

Urquhart Castle kontrollierte den Zugang zu den Highlands
Urquhart Castle kontrollierte den Zugang zu den Highlands

 

Loch Ness: Mehr Strategie als Ungeheuer

Der wohl berühmteste Abschnitt der Route und der größte See der Highlands ist Loch Ness: 337 km lang, bis zu 1,5 km breit und bis zu 230 Meter tief.  Loch Ness enthält mehr Wasser als alle anderen Seen in Großbritannien zusammen. Früh am Morgen gleitet die Lord of the Glens bei Dochgarrach hinaus auf den See, der sich wie ein dunkles Band durch die Highlands zieht. Das Schiff passiert die Ruinen von Urquhart Castle, von Deck aus zeichnen sich die Mauern schroff gegen den Himmel ab. Die strategische Bedeutung der um 1230 erbauten Festungsanlage wird spürbar: Die Burg sicherte den Zugang zu Loch Ness und wer Loch Ness kontrollierte, beherrschte den Weg durch die Highlands.

Die Wasseroberfläche liegt still, fast schwarz, als würde sie Geheimnisse bergen. Natürlich dauert es nicht lange, bis das Gespräch auf Nessie, das Ungeheuer von Loch Ness, kommt. Mit einem Augenzwinkern berichtet Alistair von Sichtungen, Zeitungsartikeln und Fälschungen, die geheimnisumwobene Atmosphäre lässt Raum für viel Fantasie.

Neptuns Treppe

Ein Höhepunkt der Fahrt ist die Passage durch die längste Schleusentreppe Großbritanniens in Banavie, einem Dorf bei Fort William. Diese 1822 fertiggestellte technische Meisterleistung aus acht Schleusenkammern, jede 55 Meter lang, senkt das Schiff auf einer Strecke von 457 Metern bei insgesamt knapp 25 Meter Höhenunterschied. Die Durchfahrt von „Neptun´s Staircase“ dauert etwa zwei Stunden.

Einfahrt in die erste Schleuse
Einfahrt in die erste Schleuse

Da die acht miteinander verbundenen Einzelschleusen mitten im pittoresken Dorf liegen, beobachten viele Touristen die Schleusenmanöver.  Kinder winken vom Ufer, Spaziergänger machen Fotos, während die Lord of the Glens sich langsam nach unten arbeitet. Auf der Promenade entlang der Schleusenreihe reihen sich an beiden Ufern Cafés, kleine Läden und Pubs. Das Dorf ist ein beliebtes Ausflugsziel und die Lord of the Glens ein begehrtes Fotomotiv.

Harry Potter-Feeling in Glenfinnan
Harry Potter-Feeling in Glenfinnan

 

Glenfinnan und die Westküste

Bei Fort William werden die Berge wilder und die Täler enger, das Meer rückt näher. Der Kurs führt Richtung Westküste, vorbei am Glenfinnan-Viadukt, bekannt aus den „Harry Potter“-Filmen, wo der Hogwarts-Express über diese Brücke die Kinder ins Internat bringt. Der Jacobite Steam Train, so der richtige Name des von einer Dampflokomotive gezogenen Zugs, fährt bis zu vier Mal täglich von Fort William nach Mallaig und zurück. Nur eine Viertelmeile entfernt, am Ufer von Loch Shiel, steht die 18 Meter hohe Säule, die die beim Jakobitenaufstand 1745/46 gefallenen Highlander ehrt – genau an der Stelle, an der Bonnie Prince Charlie im August 1745 anlandete, um den Aufstand anzuführen. Knapp zehn Kilometer hinter Fort William endet der Caledonian Canal an der Seeschleuse von Corpach. Ab hier geht es über die erste Meeresbucht nach Oban, dem Hauptfährhafen zu den Hebriden.

Der McCaig’s Tower trieb den Erbauer in den Ruin
Der McCaig’s Tower trieb den Erbauer in den Ruin

Das 8.500 Einwohner-Städtchen schmiegt sich wie ein Amphitheater an den Hang. Möwen kreischen, Fischerboote kehren von See zurück und im Hintergrund, oben auf dem Hang, thront der McCaig’s Tower. Der nicht fertiggestellte Nachbau, im kleineren Maßstab, des Kolloseums in Rom trieb seinen Namensgeber in den Ruin. Der Bankier John Stewart McCaig ließ den gewaltigen Rundbau 1879 errichten, um Fischern und anderen Arbeitern auch im Winter bezahlte Beschäftigung zu bieten. Aber auch damals schon liefen Projekte völlig aus dem Ruder und wurden um ein Vielfaches teurer als geplant. McCaig trieb seine Idee nur zwei Jahre später in den Bankrott, er starb völlig verarmt.

Iona Abbey
Iona Abbey

Die heilige und die eigene Insel

Mit Bus und Fähre geht es am nächsten Tag auf die erste Hebrideninsel: 536 landete hier der irische Mönch Columban mit 12 Jüngern und gründete ein Kloster, das schnell zur Wallfahrtsstätte wurde. Von Iona aus missionierte er Schottland und England. Millionen Gläubige pilgerten bis weit ins 19. Jahrhundert pro Jahr zur Heiligen Stätte. 48 schottische Könige sind auf dem Friedhof neben der Kirche begraben, darunter der „echte“ Macbeth. Berühmtestes Relikt ist das Book of Kells, das die vier Evangelien des Neuen Testaments enthält, als Meisterwerk der Buchmalerei gilt und heute im Trinity College in Dublin aufbewahrt wird.

Das bunte Tobermory
Das bunte Tobermory

Die bunten Häuserreihen von Tobermorie auf Mull sind schön anzuschauen, aber viel spannender ist die kleine Insel Eigg, wie Alistair erklärt: Nachdem das Eiland jahrhundertelang vom McDonald-Clan regiert wurde, wechselten sich seit 1975 Investoren als Eigentümer ab. Als ein deutscher Künstler namens Maruna seine großen Pläne für Eigg nicht umgesetzt hatte, reagierten die Einheimischen. Über ein Internet-Crowdfunding suchten die 120 Einheimischen Mitte der 1990er Jahre weltweit Unterstützer. Mehr als 5.000 teils hohe Spenden reichten aber nicht, um den Kaufpreis aufzubringen. Erst als eine Schweizer Millionärin den Insulanern mehr als die Hälfte der umgerechnet 4,25 Millionen D-Mark schenkte, ging Eigg in ihren Besitz über. Die Insel gehört nun der Gemeinschaft, die sie über einen Trust selbst verwaltet und gemeinsam Entscheidungen trifft. So entstand 2008 das weltweit erste Energie-Netzwerk, das komplett mit Ökostrom aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft betrieben wird.

Überfüllt: Der einsamste Pub Großbritanniens
Überfüllt: Der einsamste Pub Großbritanniens

Am Abend legt die Lord of the Glens in Inverie an. In dem 100-Einwohner-Örtchen liegt der, laut Guiness-Buch der Rekorde, einsamste Pub Großbritanniens. Das „Old Forge“ ist nur zu Wasser oder nach einer 27 km-Wanderung durch die schottischen Highlands erreichbar, Inverie ist nicht an das Straßennetz Großbritanniens angebunden. An diesem Freitagabend aber ist die abgelegenste Kneipe des Königreichs hoffnungslos überfüllt.  Alle 34 Passagiere und ein Teil der Crew der Lord of the Glens drängen sich neben wenigen Einheimischen und einem Dutzend Wanderern aus dem Camp am Ortsausgang, genießen die lokale Folkband und das von weit her mit dem Schiff gebrachte Bier.

Geheimes Hauptquartier des MI6 im James Bond-Film: Eilean Donnan Castle
Geheimes Hauptquartier des MI6 im James Bond-Film: Eilean Donnan Castle

 

Eilean Donnan Castle am Loch Duich ist die berühmteste Burg der Filmgeschichte, zahlreiche Streifen nutzten die Burg als eindrucksvolle Kulisse: „Die Welt ist nicht genug/ James Bond, Highlander, The Master of Ballantreee / Errol Flynn, Bonnie Prince Charlie / David Niven, Loch Ness oder Elizabeth – Das goldene Königreich / Kate Blanchett. Filmreif ist auch die Anekdote, die Alistair am anderen Ende von Loch Duich erzählt. Dort wurde 1995 eine Brücke von einem Investor errichtet, der für die Hin – und Rückfahrt über die 2,4 km lange Brücke satte 11 Pfund Maut kassierte, was die Einheimischen stark erzürnte. Allerdings gab es eine Ausnahme: Landwirte, die auch nur ein einziges Schaf dabeihatten, durften die Brücke kostenlos benutzen. Daher vermieteten findige Landwirte auf beiden Seiten an andere Autofahrer ein Schaf und eine Schutzfolie für ein Pfund pro Fahrt und sammelten die Tiere auf der anderen Seite wieder ein. 2004 gab der Investor schließlich entnervt auf, seitdem ist die Brücke kostenfrei befahrbar.

Whisky-Tasting, Tänze, Volksweisen und Haggis: Die Passagiere lernen viel über schottisches Brauchtum
Whisky-Tasting, Tänze, Volksweisen und Haggis: Die Passagiere lernen viel über schottisches Brauchtum

 

Beim Farewell Dinner läuft Alistair noch einmal zur Hochform auf: Im Kilt rezitiert er Robert Burns Gedicht „Adress to a Haggis“, als er das schottische Nationalgericht anschneidet. Serviert mit Kartoffel- und Steckrübenpüree schmecken die herzhaft gewürzten Schafsinnereien überraschend gut.

Überraschend sind auch die Highlands, die nicht nur mit Schönheit und Idylle glänzen. Hier verschmelzen Landschaft und Legenden miteinander, denn die wahre Magie Schottlands liegt nicht in den Mythen, sondern darin, dass sie sich in dieser Landschaft so glaubhaft anfühlen. Raue Natur, stille Gewässer, geschichtsträchtige Orte und die berührenden Erzählungen von Gentleman-Guide Alistair, dessen fundiertes Wissen, feiner Humor und Gespür für Geschichten, prägen diese Reise. Mit jedem Halt wird Geschichte lebendiger, mit jeder Anekdote ein Stück Schottland greifbarer. Es braucht gar kein echtes Ungeheuer, wenn man einen guten Erzähler an Bord hat.                                                      Text & Fotos: Ingo Thiel

Hier geht’s zum Reiseangebot mit der Lord of  the Glens von Lernidee Erlebnisreisen.

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