27.01.2016

Acht Jahre gefangen im großen Bittersee

Witthöft Bittersee Welcome Aboard

Es war schon ein ungewöhnliches Zusammentreffen der Ereignisse. 2015 wurde die Erweiterung des Suezkanals durch den ägyptischen Staatspräsidenten as-Sisi mit einem riesigen Aufgebot an geladenen Gästen offiziell gefeiert. Nur wenige Wochen vorher jährte sich zum 40. Mal die triumphale Rückkehr zweier deutscher Frachtschiffe nach Hamburg. Sie waren acht Jahre lang zusammen weiteren Schiffen im Großen Bittersee des Suezkanals eingeschlossen gewesen. Die beiden Schiffe „Münsterland“ und  „Nordwind“ hatten, als sie im Mai 1975 wieder in ihrem Heimathafen eintrafen, die wohl längsten Reisen von Frachtschiffen weltweit hinter sich.

Der achtjährige „Zwischen­stopp“ dürfte in der Schifffahrtsgeschichte einmalig sein, wie auch das enge Zusammensein mit den Schiffen vieler Nationen und deren Besatzungsmitgliedern. Es entstand in kürzester Zeit eine Gemeinschaft, in der Heimatland oder Blockzugehörigkeit keine Rolle mehr spielten.

 Aber es war noch mehr, es war ein kaum zu übertreffendes Beispiel menschlichen Durchhaltewillens und Einfallsreichtums, vor allem aber ein Zeugnis von bester Seemannschaft über alle Grenzen hinweg.

Davon berichtet das Buch „Acht Jahre gefangen im Großen Bittersee“ von Hans Jürgen Witthöft.  Es hält nicht nur das facetten­reiche Alltagsleben der Menschen an Bord mit vielen Details fest, sondern zeugt darüber hinaus von einer kurzen Epoche der Weltgeschichte.  Den Lesern von WELCOME ABOARD ist Hans Jürgen Witthöft als Autor kenntnisreicher Historien-Stories bekannt. Infos: Verlag Promar, 144 Seiten, ISBN 978-3-00-051599-6, Preis: 29,80 Euro.

 

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Dann jetzt teilen auf Facebook, Google+ und Twitter

Magazin verpasst?

Jetzt das aktuelle Magazin oder ältere Ausgaben direkt im Shop bestellen.

Jetzt bestellen