30.03.2016

25 Jahre Star Clippers Kreuzfahrten:
Ein Interview mit Rolf Löhrke

Rolf Löhrke, Welcome Aboard, Star Clippers Kreuzfahrten
Im September 2016 feiert Rolf Löhrke mit Star Clippers Kreuzfahrten sein 25-jähriges Bestehen.

Rolf E. Löhrke blickt zurück – und doch nach vorn. Im September 2016 feiert er mit Star Clippers Kreuzfahrten sein 25-jähriges Bestehen. Auch die „Star Flyer“, der erste Großsegler, den die monegassische Reederei Star Clippers auf die Weltmeere schickte, wurde vor 25 Jahren aus der Taufe gehoben. Wer sich mit Rolf Löhrke über seinen beruflichen Werdegang unterhält, blickt in die offenen Seiten eines Geschichtsbuchs über Seereisen und Kreuzfahrten. Der norddeutsche Jung, geboren an der Flensburger Außenförde und aufgewachsen mit dem Rauschen der Meereswellen, war in seinen jungen Jahren als Zahlmeister auf der „Bremen“, dem Flaggschiff der Traditionsreederei Norddeutscher Lloyd, zwischen der Alten und der Neuen Welt unterwegs.

„Damals hatten wir noch Auswanderer an Bord, und die Passagiermanifeste wurden mit der Schreibmaschine geschrieben“; erinnert er sich. Nach diesem Berufsstart in die Welt der Kreuzfahrt ging es Schlag auf Schlag. Rolf Löhrke, gelernter Reedereikaufmann und studierter Betriebswirt, wechselte zur „Hamburg“ der Deutschen Atlantik Linie, hat die „Sea Cloud“ gemanagt, war später verantwortlich für Marketing und Vertrieb bei Neckermann sowie Kuoni Deutschland und zehn Jahre Chef des Bereichs Schiffsverkehr bei TUI.

Urgestein der Branche

„Tja, man wächst da so rein“, sagt er mit einer Beiläufigkeit, wie sie nur Urgesteinen einer Branche wirklich gut zu Gesicht steht. TUI verabschiedete sich Ende der 1980er-Jahre von den Schiffen, Rolf Löhrke keineswegs. Mikael Krafft, visionärer Reeder mit Passion für Segelschiffe, trat auf die Bühne. Er suchte einen Reedereivertreter und Vertriebspartner für Deutschland sowie Österreich, und Rolf Löhrke ging an Bord.

Zunächst nur auf dem Papier, denn ein fertiges Schiff gab es noch gar nicht. „Das war ein Wagnis“, erzählt Löhrke, „denn nicht alle Schiffe, die in den Köpfen von Reedern spuken, erblicken das Licht der Welt.“ Ein solches Schicksal blieb der „Star Flyer“ erspart, sie lief 1991 in Gent vom Stapel. 1992 folgte die baugleiche „Star Clipper“ und 2000 die „Royal Clipper“, das heute immer noch größte Segelschiff der Welt. 2017 wird sie diesen Titel an einen vierten Großsegler abgeben, der in Split gebaut wird. Sein Name wurde gerade bekannt gegeben: "Flying Clipper".

Die "Royal Clipper" in Venedig.                            Foto: Star Clippers

Bis es soweit ist, freut sich Rolf Löhrke erst einmal über die neuen Asientörns der „Star Clipper“ – sein Tipp für Segel-Romantiker. 2016 geht es zu siebentägigen Traumreisen von der Glitzermetropole Singapur über die malaysische Küstenstadt Malakka bis zu den Paradiesinseln in der Andamanensee. Wer gerne unter Wasser ist, kann auch ab und bis Phuket in See stechen, vor den Küsten Thailands und Malaysias kreuzen und dort auf die Suche nach Rifffischen, Mantas und Walhaien gehen.

Der Blick zurück ist für Rolf Löhrke spannend, der Blick nach vorne auch. „Asien im Programm, ein neues Schiff im Bau – da bleibt mir im Moment nur ein Traum: Eines unserer majestätischen Schiffe setzt die Segel und begibt sich auf eine Reise rund um die Welt.“

                                                                                                 Jutta Lemcke

  

So wird die neue "Flying Clipper" aussehen.          Foto: Star Clippers

 

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