27.06.2015

Gozo: Ungelöste Menschheitsrätsel

Ggantija, Gozo, Welcome Aboard
Ggantija auf Gozo ist einer der ältesten freistehenden Tempel der Welt. Fotos: Susanne Müller

Ungelöste Menschheitsrätsel üben seit Jahrhunderten eine geradezu magische Anziehungskraft aus – nicht nur auf Entdecker und Wissenschaftler. Ob es sich um Stonehenge oder die Nasca Linien von Peru handelt, die Sagen von Atlantis oder Shangri-La, die geheimnisvollen Überreste versunkender Reiche interessieren uns einfach. Einer dieser geheimnisvollen Orte befindet sich auf Gozo, der kleinen Nachbarinsel von Malta. Auf einem Hügel hinter der Ortschaft Xaghra besuchen wir den Tempel Ggantija.

Er ist älter als die Pyramiden in Ägypten. Forscher schätzen sein Alter auf gut 5.800 Jahre. Einst war die mächtige Tempelruine aus der Megalithzeit ein kultisches Zentrum. Der Überlieferung nach soll eine Riesin den ganzen Tempel in nur einer einzigen Nacht erbaut – und dabei noch ein Kind auf dem Arm gehalten haben. Weshalb die Megalith-Kultur um 2.500 vor Christus zu Ende ging, ist den Wissenschaftlern noch heute ein Rätsel.

Heute ist Ggantija einer der ältesten freistehenden Tempel der Welt und deswegen UNESCO-Weltkulturerbestätte. Der Name des Tempels stammt von dem maltesischen Wort für Riese: Ggant. Er beschreibt damit exakt die Größe der verbauten Megalithblöcke.

Die Tempelanlage ist montags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

 Gozo wird jedes Jahr von einigen Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Zudem besteht eine Fährverbindung von Malta nach Gozo. Die Fahrtzeit zwischen Cirkewwa (Marfa Point) an der Nordküste Maltas und Mgarr auf Gozo (Gozo Channel Line) beträgt nur 25 Minuten (Preis pro Person: 4,65 €).

Infos: www.visitmalta.com/gozo

 

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Dann jetzt teilen auf Facebook, Google+ und Twitter

Magazin verpasst?

Jetzt das aktuelle Magazin oder ältere Ausgaben direkt im Shop bestellen.

Jetzt bestellen