29.05.2016

Was bietet die neue „Koningsdam”?

Koningsdam
Die neue "Koningsdam" der Holland America Line fährt im Sommer 2016 in Nordeuropa. Foto: HAL

Königin Máxima von den Niederlanden hat jetzt in Rotterdam die “Koningsdam” der Holland America Line getauft. Es ist das erste Schiff der neuen Pinnacle-Klasse der Reederei. Welcome Aboard war bei der Taufe dabei: 

Die Offiziere stehen in strammer Haltung rechts und links der Schiffsglocke. Champagner macht die Runde. Das Publikum aus aller Welt unterhält sich gedämpft über die neue „Koningsdam“. Alle warten. Und sind froh, dass das Dach über dem Lido Deck geschlossen ist, denn in Rotterdam regnet es. Nun ertönte eine Stimme aus den Lautsprechern: „Ladies and Gentlemen: Queen Máxima of the Netherlands!“ 

Auf dem Schiff herrscht jetzt Stille, Gänsehaut-Atmosphäre. Wer hat schließlich schon mal eine Königin aus nächster Nähe gesehen? – Nur einen Moment später betritt Máxima in einem eleganten, dunkelblauen Kleid mit passendem Hut die Bühne. Sie winkt lächelnd zu den Zuschauern hinüber und nimmt in der ersten Reihe Platz.

Jetzt sind nämlich erstmal die Chefs der Holland America Line dran. Stein Kruse, Chief Executive Officer der Holland America Group, und Orlando Ashford, der Präsident der Reederei, lüften das Geheimnis um das nächste Schiff der Reederei. Es kommt 2018 und heißt „Nieuw Statendam“. Diesen Namen gibt es zum sechsten Mal in der Geschichte der Reederei.

Königin Máxima tauft das Schiff

Nach diesem Blick in die Zukunft dreht sich aber gleich alles wieder um den „Täufling“, die „Koningsdam“. „Sie ist erst der Anfang“, sagt Orlando Ashford und erinnert dann aber doch daran, dass die 143 Jahre alte Holland America Line auf eine große Tradition zurückblicken könne. Alles begann mit den Träumen der Auswanderer, die von Rotterdam aus in eine neue Welt aufbrachen. „Auch heute noch erfüllen sich unsere Gäste ihre Träume, die Welt zu entdecken. Bei ihren Reisen  lernen sie Menschen aus anderen Ländern kennen und werden zu Botschaftern ihrer Nationen“, sagt Orlando Ashford.

Schließlich darf Königin Máxima ihres Amtes walten, die Schiffsglocke segnen und dem Schiff seinen Namen geben. Ihr lang erwarteter Auftritt dauert tatsächlich nur ein paar Minuten. Die beliebte Monarchin hatte 2010 auch schon die „Nieuw Amsterdam” getauft. Damals war die gebürtige Argentinierin noch Prinzessin. In der langen Tradition der Schifffahrtslinie, die eng mit dem Hafen von Rotterdam verknüpft ist,  wurden elf Schiffe von Mitgliedern des niederländischen Königshauses getauft.  

Neues Design

Die „Koningsdam“  begründet die neue Pinnacle-class der Holland America Line und hält einige Überraschungen für ihre Gäste bereit.  Was auf den ersten Blick auffällt: das große Platzangebot. Die Gänge sind breit angelegt, und es ist in vielen Bereichen heller als auf den anderen Schiffen der Reederei. Dafür verantwortlich sind die Adam D. Tihany, der zu den weltweit überragenden Designern gehört, sowie Bjørn Storbraaten, die treibenden Kraft hinter der „Nieuw Amsterdam“ und der „Eurodam“.

Hell und gemütlich: das "Krähennest".

Hier kann man sich zur Whisky-Probe niederlassen.

Da spielt die Musik…

Für die “Koningsdam” stellten sie das Thema Musik in den Mittelpunkt. Es begleitet die Passagiere auf jedem Deck. Da ragt eine Geige aus einem prächtigen Arrangement aus (echten!) Blumen, andere Instrumente zieren den Teppichboden. Viele der Kunstwerke haben auf irgendeine Weise mit Musik zu tun. Ein so genannter Music Walk führt über das Schiff und vereinigt alle möglichen Genres. So kann man zum Beispiel von einem klassischen Konzert zu einem Bandauftritt mit Musik aus den aktuellen Charts schlendern und zum Schluss vielleicht noch zu der mitreißenden Musik des B.B. King’s Blues Club tanzen.

Unbedingt sollte man auch das World Stage Theater besuchen. Dort bietet ein 270-Grad LED Bildschirm ein gigantisches Panorama auf dem z.B. aufwändige BBC-Naturdokumentation gezeigt werden. „The Frozen Planet“ heißt einer dieser Filme, die im World Stage Theater gezeigt werden. Er bringt die Geschichten der Forscher und Entdecker, der Wölfe und Pinguine direkt an Bord der „Koningsdam“, während das Orchester der „Koningsdam“ dazu spielt. Ein eindrucksvolles Erlebnis.

Die Restaurants:

 

Die Restaurants auf der „Koningsdam“ lassen die Reise auf diesem Schiff auch zu einem kulinarischen Abenteuer avancieren. Nach Lust und Laune entscheiden sich die Gäste etwa für das Sel de Mer, die neue französiche Seafood Brasserie; das Culinary Arts Center, wo alles Bio ist, oder ganz relaxt für das Buffettrestaurant Lido Market mit vielen Themenstationen. Außerdem gibt es noch ein Hauptrestaurant, den konserativ-edlen Pinnacle Grill, das italienische Canaletto und das asiatische Tamarind.

Im Steakhaus Pinnacle Grill (Foto oben) findet einmal in der Woche ein Themenabend des holländischen Sternekochs Jonnie Boer statt. Gäste dürfen sich auf ein Dinner im Stil seines 3-Sterne-Restaurants „De Librjie“ (Zwolle)  freuen. Das „De Librije-Menü“ kostet 69 Dollar pro Person extra – allerdings inklusive des Weins.

Insgesamt finden auf der „Koningsdam“ 2.650 Gäste Platz, die von 1.036 Crewmitgliedern umsorgt werden. Erstmals gibt es auch extra Familien-Kabinen sowie Single-Kabinen. Den Sommer über fährt die „Koningsdam“ von Amsterdam aus nach Norwegen, ins Baltikum und nach Island. Im Winter und Frühling startet sie von Fort Lauderdale (Florida) aus zu Karibik-Kreuzfahrten.

Preisbeispiel: Sieben Tage Norwegen-Kreuzfahrt ab/bis Amsterdam in der Innenkabine ab 819 Euro.                                                                        Susanne Müller

                                                          Fotos: Susanne Müller und Holland America Line

Informationen:  http://de.hollandamerica.com/

 

Tipp: Einen ausführlichen Bericht über die neue “Koningsdam” inklusive Schiffstest lesen Sie im Kreuzfahrtmagazin Welcome Aboard 2017 (ab Mitte November 2016 hier zu bestellen.)

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