12.11.2014

Warum die „Costa Diadema“ ein Pageturner ist

Taufe Costa Diadema
Taufe der "Costa Diadema" in Genua. Foto: Susanne Müller

Der Start ist gelungen. Als die „Costa Diadema“ am Morgen des 7. November in den Hafen von Genua, ihrem Taufort, einfuhr, tauchte die Sonne das neue Schiff in strahlendes Licht. Das ist selbst in Italien keine Selbstverständlichkeit im November. Die Taufgäste des neuen Costa-Flaggschiffs nahmen es als gutes Omen. Sie bummelten über die 500 Meter lange Freiluftpromenade auf Deck 5 als sei sie eine Flaniermeile am Strand. Und sie aalten sich in den Whirlpools, die über das Meer hinausragen und einem das Gefühl geben, als schwebe man über den Wellen.

Viel Neues gab es auf der „Costa Diadema“ zu sehen. Jede Menge Schulterklopfen und Applaus sackte der Designer des Schiffes ein. Joseph „Joe“ Farcus gilt als Star-Designer der internationalen Kreuzfahrtszene. Seit dem Jahr 2000 arbeitet er mit der zum Carnival-Konzern gehörenden Reederei Costa Crociere zusammen. „Ich habe 49 Schiffe entworfen, aber ich glaube, das hier ist das Beste“, meinte der Maestro während der Pressekonferenz. „Vergleicht man es mit einem Buch, so muss ein Schiff ein echter Pageturner sein, ein Bestseller. Ich glaube, da hat hier funktioniert“, so Farcus. Auf jedem Deck, in jedem einzelnen Bereich eine neue Seite entdecken – das können die Gäste der „Diadema“ tatsächlich.  Dezente Zurückhaltung ist allerdings nicht angesagt. Die „Costa Diadema“ funkelt und blinkt, schockt vielleicht sogar den ein oder anderen mit einem Feuerwerk an Farben, überrascht in jedem Treppenaufgang, in jedem Gang, in jeder Kabine mit den unterschiedlichsten Kunstwerken und kommt doch immer wieder auf ein Thema zurück: Italien.

    

Designer Joe Farcus.

 

O sole mio und Macarons

Die Heimat der Reederei, die seit 2012 von dem deutschen Geschäftsführer Michael Thamm geleitet wird, dominiert das Schiff vom Heck bis zum Bug. Es duftet und klingt nach Italien. Ob es der Geruch von Rosmarin und Oregano ist, wenn die Pizza heiß aus dem Ofen kommt, oder der Tenor, der in einer der vielen Bars mit Inbrunst „O sole mio“ singt. In der Gelateria Amarillo konkurrieren 18 hausgemachte Eissorten mit den unwiderstehlichen „Macarons“ (siehe Foto) von Maitre-Patissier-Chocolatier Luigi Biasetto. Für ihren stilsicheren Modegeschmack sind die Italiener in der ganzen Welt berühmt. Wer sich wie sie einkleiden möchte, wird in der Portobello Market Piazza fündig. Auf dem 1100 qm großen Areal lässt sich shoppen bis die Kreditkarte streikt. In den Designer Stores finden Urlauber das Beste der italienischen Mode- und Schönheitsindustrie.

       

 

Es wird Nacht, Senorita

Wer schon mal in Italien im Urlaub war, weiß: in diesem Land geht niemand früh ins Bett. Das gilt natürlich auch für die „Costa Diadema“. Wenn es Abend wird auf dem Schiff, füllen sich die Restaurants und Bars. In der Vinoteca Gran Duca di Toscana wird bei einem guten Tropfen geplaudert. Das Casino lädt zum Glücksspiel ein, und im Country Rock Club werden die legendären Klassiker der Rockmusik gespielt. Urlauber haben die Qual der Wahl zwischen sieben Restaurants und elf Bars. Vier Productionshows unterhalten im Emerald Theater, das sich über drei Ebenen erstreckt und von jedem Platz eine gute Sicht bietet. Übrigens: einer der Lieblingsplätze von Kapitän Massimo Calistro Garbarino (Foto unten) ist die Bar Teodora. Am Heck des Schiffes gelegen, gewährt sie einen atemberaubenden Blick aufs Meer und dazu eine nicht zu unterschätzende Auswahl an Cocktails.

 

Das typische Urlaubsfeeling im Süden – in der Sonne liegen und im Pool plantschen – dazu lädt Costas neues Juwel gleich mit drei Swimmingpools ein. Einer von ihnen besitzt ein ausfahrbares Dach und wird an manchen Abenden zur Disco umgewandelt. Wellness-Fans finden im Samsara Spa den bislang größten Spa der Costa-Flotte. Auf 6200 qm warten ein Fitness-Studio, Saunen, Whirlpools, Behandlungsräume und vieles mehr.

 

Die Taufpatin: eine Sizilianerin

Es sich gut gehen lassen, la dolce vita, das süße Leben genießen – dass dies auf der „Costa Diadema“ bestens gelingen kann, davon überzeugten sich Anfang November die ersten Gäste aus der ganzen Welt. Nachdem die bildschöne Carolina Miceli (Foto unten), die zusammen mit ihren  Eltern ein Reisebüro auf Sizilien betreibt, das neue Flaggschiff getauft hatte, entfaltete sich eine rauschende Party an Bord. Mit Feuerwerk. Mit einem Maskenball a la Venedig. Mit viel Glamour und Musik.

  

 

Kurz nach Mitternacht verließ das Schiff den Hafen von Genua in Richtung Savona. Von dort startet die „Costa Diadema“ bis zum Ende der Sommersaison 2015 zu siebentägigen Kreuzfahrten ins westliche Mittelmeer. Dabei steuert sie Marseille, Barcelona, Palma de Mallorca und Neapel an. Im Januar 2015 lässt sich eine solche Kreuzfahrt schon ab 349 Euro buchen. Eine Balkonkabine gibt es ab 799 Euro.

Infos: www.costakreuzfahrten.de

                                                                          Text & Fotos: Susanne Müller

 

Fakten zur „Costa Diadema“

Kosten: 550 Millionen Euro

Größe: 132.500 Tonnen, 306 m lang, 37,2 m breit, 19 Decks

Werft: Fincantieri

Kabinen: 1.862 Kabinen, davon 130 Samsara-Kabinen und 11 Samsara-Suiten, 64 Suiten mit privatem Balkon, 756 Kabinen mit privatem Balkon

 Gastronomie: 7 Restaurants und 11 Bars

 3 Swimming Pools

 Wellness-Bereich (über 6.200 m2): mit Samsara Spa, bestehend aus Thalassotherapiepool und Saunabereich (Tridosha-Tempel und Türkisches Aromabad), Ruhebereich, Teehaus, Fitnessbereich, Whirlpools, Spa und Beauty-Center (Massagen, Schönheitsbehandlungen, Anwendungen, Frisör)

 Entertainment: Emerald-Theater (3 Decks), Country Rock Club, „Star-Laser“, Video-Spiele, Shopping-Center, Kasino, Disco, 4D-Kino, Kinderbereich (Squok Club mit Kinderpool und Spielplatz), Grand-Prix-Rennwagen Simulator

 

 

 

 

 

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