17.09.2020

Die Berlin wurde verkauft

Die Berlin von FTI Cruises wurde verkauft. Foto: FTI Cruises

Dreamliner Cruises, ein Unternehmen der Royalton Investment, übernimmt ab sofort die „Berlin“ von FTI Cruises und plant, das kleine Kreuzfahrtschiff komplett umzubauen. Die in Malta ansässige Holding, die über die weltweit größte Flotte an Megayachten verfügt, erweitert mit dem Kauf ihre Flotte in einem derzeit schnell wachsenden Cruise-Segment. Dank ihrer Größe und überschaubaren Passagierkapazität war die „Berlin“ das ideale Schiff für den Gruppen- und Chartermarkt. Alle Abfahrten von FTI Cruises im September und Oktober 2020 wurden bereits abgesagt.

„Wir freuen uns über das Angebot von Dreamliner Cruises, die das Kreuzfahrtschiff Berlin in eine moderne, luxuriöse Megayacht verwandeln werden“, erklärt Alexander Gessl, Geschäftsführer FTI Cruises. Mr. Clayton Andreson, CEO von Dreamliner Cruises, sagt: „Die Berlin passt aufgrund ihrer Größe perfekt in unsere Vision, Luxusyachtkreuzfahrten anzubieten. Wir freuen uns daher, dass sie nach einem umfassenden Umbau als Teil unserer Flotte durch die Weltmeere kreuzen wird.“ Über den Verkaufspreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

Die „Berlin“ war seit 2011 im Besitz von FTI Cruises und zuletzt mit maximal 412 Passagieren an Bord auf Routen in der Karibik, dem Mittelmeer sowie der Nord- und Ostsee unterwegs.

Das 1980 gebaute Schiff fuhr von 1982 bis 1985 zunächst als „Princess Masuhri“. Nach einem Umbau 1986 war die „Berlin“ schließlich unter Deilmann-Flagge als Traumschiff der gleichnamigen ZDF-Fernsehserie unterwegs. Danach wurde das beliebte Schiff nach England verkauft und fuhr als „Spirit of Adventure“ beim britischen Veranstalter Saga Cruises. Als einziger Hochsee-Cruiser der Münchner FTI Touristik GmbH sprach die „Berlin“ vor allem Paare gehobenen Lebensalters ohne Kinder an. 60 Prozent der Gäste kamen aus Deutschland, 40 Prozent aus Österreich und aus der Schweiz. Mit dem Verkauf der „Berlin“ hat FTI seine Kreuzfahrtsparte beendet.                                          S.M.

 

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