01.07.2016

Zehn Gründe, warum Sie eine Donaufahrt machen sollten

Donau, Budapest
Die Donau - hier in Budapest - gilt als der beliebteste Fluss für Kreuzfahrten. Foto: The Photographer/Wikimedia Commons

Kein Wunder, dass die Donau nach wie vor der beliebteste Fluss für Kreuzfahrten ist.  Zahlreiche Kulturschätze liegen auf der 2000 Kilometer langen Strecke zwischen Passau und dem Donaudelta am Schwarzen Meer. An keinem anderen Strom Europas lassen sich so viele von der UNESCO geschützte Sehenswürdigkeiten entdecken. Lassen Sie sich inspirieren zu einer unvergesslichen Reise auf einem faszinierenden Fluss.  

Passau

Viele Flusskreuzfahrer starten ihre Reise in Passau, einer der ältesten Städte Deutschlands. Im Stephansdom erwartet sie die größte Kirchenorgel der Welt, gleich daneben können sie sich an einem der schönsten Plätze Passaus niederlassen, dem Residenzplatz. Hier darf man sich durchaus ein kühles Weizen gönnen, denn das Weizenbier kommt schließlich von hier. Vor fast 500 Jahren wurde es erstmals in Passau gebraut.

Orgel im St.Stephansdom von Passau.        Foto: Tobi 87/GFDL

 

Linz

Sie gilt als europäische Kulturhauptstadt ersten Ranges: Linz beeindruckt mit dem Brucknerhaus, dem Ars Electronica Center und einem großen Kunstmuseum. Mozart komponierte hier seine „Linzer Symphonie“ und Beethoven seine 8. Symphonie. Flusskreuzfahrer bummeln gerne durch die hübschen Gassen der Stadt und probieren die berühmte Linzer Torte in einem der Cafés.

Straßenbild von Linz.                 Foto: LinzTourismus-Röbl

 

Die Wachau

Zwischen Linz und Wien erwartet Flusskreuzfahrer einer der lieblichsten Landstriche der Donau: die Wachau. Das berühmte Weinanbaugebiet beginnt am Kloster Melk, wo Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose“ seinen Anfang nahm. Das Benediktinerkloster gilt als eines der großartigsten Werke barocker Baukunst in Europa. Nicht weit entfernt liegt das Weinstädtchen Dürnstein. Auf Schritt und Tritt begegnen einem hier die Spuren des Mittelalters. In der Kuenringerburg, wurde 1193 König Richard Löwenherz gefangen gehalten. Beliebteste Mitbringsel aus der Wachau sind Marillenbrand, -likör und -marmelade.

 Beeindruckend: das Stift Melk.       Foto: Uoaei1

 

Wien

Eins ist klar, in der Kürze der Zeit können Flussreisende in Österreichs Hauptstadt wirklich nur hineinschnuppern. Zu den Top-Ausflugszielen zählen der Stephansdom, Schloss Schönbrunn und die Hofburg. Dort lassen sich die in der Spanischen Hofreitschule die Lipizzanerhengste bei der Morgenarbeit beobachten. Viele Besucher zieht es außerdem ins „Hundertwasserhaus“ mit seinen schiefen Wänden, den Zwiebeltürmen, Erkern und kleinen Balkonen. Feinschmecker bummeln über den Naschmarkt, und Romantiker nehmen im nostalgischen Riesenrad im Prater Platz. Auf keinen Fall darf man einen Besuch in einem der schönen, alten Kaffeehäuser (z.B. Café Central in der Herrengasse) verpassen. Typisches „Gedeck“ hier: ein Stück original Sachertorte mit einem Einspänner (schwarzer Kaffee im Glas mit Schlagsahne).

Das berühmte Cafe Central in Wien.       Foto: Thomas Ledl/Wikimedia Commons

 

Bratislava

Die Hauptstadt der Slowakei erkunden Flussfahrer leicht zu Fuß. Vom Anleger ist man in wenigen Minuten in der bestens restaurierten Altstadt. Nette Cafés und Restaurants scharen sich um den Hauptplatz, in dessen Mitte der Rolandsbrunnen steht. Wahrzeichen von Bratislava ist die Burg mit dem slowakischen Nationalmuseum und der Schatzkammer. Nachdem ein Brand das Gemäuer 1811 fast völlig zerstörte, begegnet es Besuchern heute zum größten Teil wieder so, wie es auch zur Zeit von Maria Theresia ausgesehen hat.

Bratislava, die Hauptstadt der Slowakei.  Foto: LMih/Wikimedia Commons

 

Budapest

Was für eine Aussicht! Wenn am Abend die Scheinwerfer angeknipst werden und Budapests  architektonische Schmuckstücke in magisches Licht tauchen, kann sich wohl niemand diesem besonderen Zauber entziehen. Zehn Brücken überspannen die Donau und tragen zur Postkartenidylle der ungarischen Hauptstadt bei. Zu Fuß erreichen Kreuzfahrer eine der schönsten Markthallen Europas. Tipp: im Obergeschoss kann man an den Essensständen preiswert zu Mittag essen – gute, deftige Hausmannskost. Mit 21 Bädern und 120 Quellen gilt Budapest als das größte Kurbad Europas. Das prachtvolle Rudasbad lädt an den Wochenenden zu nächtlichen Bade-Partys ein. Dem Charme der Belle Époque erliegen Besucher im New York Café. Prunk, Pracht und Eleganz nehmen sie dort vollkommen gefangen. Eine Anekdote erzählt, dass der berühmte Schriftsteller Ferenc Molnár am Tag der Eröffnung die Schlüssel des Kaffeehauses in die Donau warf, damit es niemals seine Türen schließe.

Wunderschön: die Széchenyi-Chain-Brücke in der Nacht.    Foto: The Photographer/ Wikimedia Commons

 

Puszta

In Kalocsa, einer der ältesten Städte Ungarns, beginnen die meisten Ausflüge in die Puszta. Übersetzt heißt Puszta übrigens „Verlassenes Land“. Im Nationalpark Kiskunsági erleben Besucher heute nachgestellte „Puszta-Romantik“ mit strohgedeckten Csárdás, Ziehbrunnen und wilden Reiterspielen („Ungarische Post“) der Csikós, der Pferdehirten. 

 

Belgrad

Wohl keine Stadt war seit ihrer Gründung so hart umkämpft wie Belgrad. Über 40 Mal wurde es zerstört und wieder aufgebaut. Orient und Okzident kämpften um die Macht. Auch wenn das serbische Belgrad nicht als hübsche Hauptstadt im landläufigen Sinne gilt, gehört es dennoch zu den spannendsten Metropolen Europas. Zum Einkaufen und Flanieren zieht es Flusskreuzfahrer in die Fußgängerzone Kneza Mihaila. Dort gibt es viele Geschäfte, Cafés und Kunstgalerien.

 

Das Eiserne Tor

Die Donauenge am „Eisernen Tor“ in den südlichen Karpaten zwischen Serbien und Rumänien ist als einer der schönsten Abschnitte des Flusses weltberühmt. Tatsächlich ist das Eiserne Tor sogar die größte Flussschlucht Europas. Unter Schiffern war ihre Passage einst als lebensgefährlich gefürchtet. Im angrenzenden Nationalpark Đerdap sind Adler, Luchse und Wölfe zu Hause. Für Naturfotografen ist die wildromantische Flussfahrt hier ein wahres Fest.   

Die Donau am Eisernen Vorhang.     Foto: Cornelius Bechtler/ Wikimedia Commons

 

 

Das Delta

Das Donaudelta am Schwarzen Meer ist nicht nur für Naturfreunde der Höhepunkt ihrer Kreuzfahrt. Über 4000 Tier- und über 1000 Pflanzenarten sind in dem Weltnaturerbe der UNESCO angesiedelt. Röhrichte, Inseln und Seen, aber auch Wälder aus Eichen, Weiden und Pappeln bilden Europas größtes Feuchtgebiet. Hier wird die Ruhe nur unterbrochen vom Quaken der Frösche und dem Singen der Vögel. Pelikane, Eisvögel, Reiher und Kormorane lassen sich beobachten. Fernrohr und Teleobjektiv nicht vergessen!

Foto: Wikimedia Commons

 

Informationen

Zahlreiche Reedereien und Flussreiseveranstalter bieten Kreuzfahrten auf der Donau an. Hier geht es zu den Anbietern.

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