01.11.2015

Warum (nicht nur) Künstler die Seine so lieben

Seine Rouen
Die Seine in Rouen. Foto: Anton Götten Reisen

In der künstlich geschaffenen Felsgrotte wacht sie über die Quelle der Seine: die Göttin Sequana. Zwar nur als Steinstatue, doch „die schnell Fließende“ wurde schon zu gallo-römischen Zeiten in einem Tempel unweit der Quelle verehrt. Mittlerweile finden sich die archäologischen Überreste der Kultstätte in einem Museum in Dijon. Die Seine entspringt hoch oben im Plateau de Langres im Burgund. Von hier aus macht sich der Fluss auf die 777 Kilometer in Richtung Le Havre, wo sie in den Ärmelkanal mündet. Während ihrer Reise fließt sie durch die malerische Landschaft Nordfrankreichs und die Millionenmetropole Paris. Schiffbar ist der Fluss jedoch nur auf den letzten 560 Kilometern.

Paris und die Seine

Um ihre Seine zu schützen, erwarben die Pariser 1864 das Gebiet um die Quelle. Heute liegt es jedoch wieder im Besitz von Burgund. Doch die Parier sind stolz auf ihren Fluss, und so wundert es nicht, dass ein Schiff das Wappen der Stadt prägt. Neben Lastkähnen und Hausbooten bestimmen vor allem die Bateaux Mouches, Bateaux Parisiens und Vedettes du Pont-Neuf das Bild. Sie schippern vollbesetzt mit Touristen über die Seine von einem Highlight der Stadt zum nächsten. Ob Place de la Concorde, Louvre oder der Eifelturm – vom Wasser lässt sich Paris aus einem anderen Blickwinkel entdecken. Wem das noch nicht genug ist, der kann die pulsierende Metropole auch bei Nacht per Schiff erkunden. Lichterfahrten führen vorbei an den beleuchteten Sehenswürdigkeiten am Ufer der Seine.

Giverny und die Impressionisten

Nördlich von Paris schlängelt sich die Seine durch idyllische Landschaften, die schon Eugene Bodin und Claude Monet zu ihren Kunstwerken inspirierten. 1883 kaufte sich Monet ein Haus in Giverny. In seinem kunstvoll bepflanzten Garten entstanden zahlreiche seiner Werke, unter anderem auch der weltberühmte Seerosenteich. Heute können das Haus des impressionistischen Malers und sein Garten besichtigt werden. 1992 eröffnete das Dorf Giverny das Musée des Impressionnismes Giverny.  Bis dato wandern viele Künstler auf den Spuren Monets, immer auf der Suche nach Inspiration.

Rouen

In den lodernden Flammen des Scheiterhaufens auf dem Marktplatz von Rouen wurde 1431 die Französische Nationalheldin Jeanne d’Arc hingerichtet. Ihre Asche wurde in die Seine gestreut. Heute steht an dieser Stelle, in Erinnerung an Johanna von Orleans, die Eglise Sainte Jeanne d’Arc. Rouen, das Tor zum Meer, ist wie große Teile der Normandie geprägt von Künstlern und ihren Werken. Neben Gustave Flaubert, Claude Monet und Alfred Sisley lässt sich aber auch ein technisches Wunderwerk in den Straßen von Rouen entdecken: Die Gros-Horloge. Die große astronomische Uhr aus dem 14 Jahrhundert gilt als eine der ältesten Europas.

Die Alabasterküste

An der Mündung der Seine bei Le Havre wartet auf Reisende noch ein besonderes Highlight: Die Alabasterküste. Von Le Havre bis nach Le Treport erheben sich die weißen Kreidefelsen bis zu 130 Meter. Vor Ètretat formte das Meer drei gewaltige Tore aus dem Felsen: Die Manneporte, die Porte d'Amont  und die Porte d’Aval mit der 70 Meter hohen Felsnadel Aiguille.               Sarah Kaiser

 

Weitere Infos: Hier finden Sie Anbieter von Flusskreuzfahrten auf der Seine.

Allgemeine Infos: http://www.rouentourisme.com

http://help-tourists-in-paris.com/2013/07/07/bootstouren-auf-der-seine-in-paris/

 

Tipp: Einen interessanten Artikel über Speedbootfahrten auf der Seine in Paris lesen Sie hier: http://www.parismalanders.com/speedboot-fahren-in-paris-mit-vollgas-auf-der-seine/

 

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