24.03.2015

Von Donaueschingen bis zum Donaudelta: die Donau erleben

Donauradweg
Mit dem Fahrrad die Donau entlang. Foto: Susanne Müller

Mit ihren 2850 Kilometern Länge muss sich die Donau als zweitlängster Fluss Europas der Wolga geschlagen geben. Ungeschlagen ist sie jedoch in ihrer Beliebtheit bei Flusskreuzfahrten. Vom Quellort in Donaueschingen bis ins Schwarze Meer durchquert der Strom insgesamt zehn Länder und lässt für Kultur- und Naturliebhaber kaum Wünsche offen. Gleich drei Landeshauptstädte säumen das Ufer der Donau: Wien, Budapest und Belgrad. War früher Wien die bedeutendste Donaustadt haben Budapest und Belgrad mittlerweile gleichgezogen. 

Die Wachau

Die Wachau zwischen Melk und Krems an der Donau ist einer der beliebtesten Abschnitte bei Flusskreuzfahrern. Hier windet sich der Fluss durch die bergige Landschaft, die bekannt ist für ihren Obst- und Weinanbau. Schon Kaiserin Sissi brach an Bord eines Donaudampfers auf zu ihrer Brautfahrt. Von Straubing ging es damals über Passau und Linz die Donau entlang bis nach Wien. Auf der Reise durch die Wachau müssen vermutlich auch die Augen der zukünftigen österreichischen Kaiserin an dem prachtvollen barocken Bau des Stifts Melk hängen geblieben sein. Das Benediktinerkloster thront auf den Felsen am Ufer des Stroms und ist auf jeden Fall eine Reise wert. Denn neben dem mit prächtigen Fresken geschmückten Marmorsaal und der Stiftsbibliothek gilt insbesondere die Kirche des als UNESCO Welterbe ausgezeichneten Baus als Wahrzeichen der Wachau.

UNESCO Welterbe: das barocke Kloster Melk. Foto: Susanne Müller

UNESCO Welterbe: das barocke Kloster Melk.

Foto: Susanne Müller

 

Wien und Budapest

Ob Donau-Kanal, Donau-Brücke oder Donauinsel – in Wien prägt die Donau seit Jahrhunderten das Stadtbild. Wer eine kurze Erholungspause vom Kulturprogramm der österreichischen Hauptstadt braucht, sucht die im Nationalpark Donauauen oder auf der Donauinsel. Lediglich einmal im Jahr wird es laut: Dann strömen über drei Millionen Besucher zum Donauinselfest, einem der größten Freiluftfestivals Europas.

Für den Wiener ist es die Donauinsel, für die Bewohner von Budapest gilt die Margareteninsel als Erholungsort am Fluss.  Auch in der ungarischen Hauptstadt spielt die Donau die Hauptrolle. Vom Parlamentsgebäude bis zum Burgpalast blicken fast alle bedeutenden Gebäude auf den Fluss. Ein Grund mehr für eine Stadtrundfahrt per Schiff.

 

Das Donaudelta

Am Schwarzen Meer teilt sich die Donau auf zu einem 5800 Quadratkilometer großem Delta. Insgesamt 4178 Quadratkilometer gehören zum Biosphärenreservat Donaudelta und prägen die rumänische und ukrainische Landschaft. In dem hohen Schilfrohr fühlen sich zahlreiche Tiere heimisch. Allein 330 Vogelarten nennen das Donaudelta ihr Zuhause, darunter auch die größte Pelikankolonie Europas.

Pelikane im Biosphärenreservat Donaudelta. Foto: Wikimedia Commons/Goliath

Pelikane im Biosphärenreservat Donaudelta.

Foto: Wikimedia Commons/Goliath

 

Die Donau aktiv erleben

Für Aktivurlauber bietet die Donau ein abwechslungsreiches Programm. Fahrrad-Fans können die 2850 Kilometer entlang des Flusses von Donaueschingen bis zum Schwarzen Meer auf ihrem Zweirad zurücklegen, auf dem Donauradweg insgesamt acht Länder durchqueren und ganz nebenbei Burgen und Ruinen am Ufer des Stroms entdecken. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, erkundet am besten den Donauwanderweg. Allein 31 Tagesetappen führen durch den deutschen Teil, der insgesamt 666 Kilometer misst. Eine Herausforderung, die auch in ganz beliebigen Teiletappen geplant werden kann. Einen Abstecher in die Fluten der Donau können Reisende beim so genannten Bootswandern wagen. Mit Kajak, Kanu oder Kanadier ist vor allem der nicht schiffbare Teil der Donau von Donaueschingen bis Kehlheim ein Erlebnis.

Die Donaufähre bringt Radfahrer trockenen Fußes über den Strom. Foto: Susanne Müller

Die Donaufähre bringt Radfahrer trockenen Fußes über den Strom.

Foto: Susanne Müller

 

Flusskreuzfahrten

Ab Kehlheim gilt die Donau als schiffbar und vor allem Flusskreuzfahrer kommen hier auf ihre Kosten. Die verschiedenen Reedereien bieten eine bunte Auswahl an Donaukreuzfahrten: Ob Kreuzfahrten ins Donaudelta, durch sieben Länder oder kürzere Teiletappen mit Städten wie Passau, Linz oder Wien.

Blick auf die Donau. Foto: Susanne Müller

Blick auf die Donau.

Foto: Susanne Müller

 

Wer mehr über die Donau erfahren will und digital die Schönheit der Region erleben möchte, der kann mit der App Donau erleben zahlreiche Informationen und Neuigkeiten über die Donauregion abrufen und ist immer auf dem neusten Stand.

Hier geht’s zur App: www.deutsche-donau.de/Aktuelles/Aktuelle-Hinweise

 

Info-Adressen: Hier finden Sie Anbieter von Flusskreuzfahrten auf der Donau. Allgemeine Informationen: www.deutsche-donau.de

Sarah Kaiser

Tipp: „Donau – umsteigen möglich“ heißt die Reportage von Peter Tönnishoff, die Sie in WELCOME ABOARD 2013 lesen. Hier erfahren Sie zahlreiche Tipps, wie Sie die Donau-Metropolen mit öffentlichen Verkehrsmitteln besichtigen – und damit viel Geld sparen können.  Das Magazin lässt sich hier bestellen.       

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