08.11.2012

Kent im „Royal Wedding“-Fieber

Märchenhaft: Leeds Castle in der Grafschaft Kent. Foto: Susanne Müller
Es wird die Traumhochzeit des Jahres: Am 29. April geben sich Prinz William und die Millionärstochter Kate Middleton in der Londoner Westminster Abbey das Jawort. Die ganze Welt schaut nach England, und die Briten sind sowieso im absoluten Hochzeitswahn. In den Shops und Souvenirläden dominieren Teetassen, Teller, Aschenbecher und Handtücher mit dem Konterfei von Kate und Willam. Die Hotels in London haben Hochkonjunktur. „Da kommen Sie doch lieber zu uns“, rät  Julie Edwards augenzwinkernd. Die Dame vom Fremdenverkehrsbüro der Grafschaft Kent erwartet nicht nur im Hochzeitsjahr der Königsfamilie mehr Urlaubsgäste, sondern auch 2012, wenn die Olympischen Spiele in London ausgetragen werden. Immerhin dauert die Überfahrt mit der Fähre von Dünkirchen nach Dover nur schlappe zwei Stunden – und schon ist man mittendrin im royalen old England.

In Kent können Urlauber mehr Schlösser und historische Herrenhäuser erkunden als in jeder anderen Region Großbritanniens. Die älteste Grafschaft Englands überrascht in nahezu jedem kleinen Ort  mit feudalen Überbleibseln  ihres  tausendjährigen Erbes. Umgeben von einer 200 Hektar großen Parklandschaft erhebt sich in einem See das Märchenschloss Leeds Castle,  eine Schatzkammer mit  jahrhundertealten Möbeln, Gemälden und Antiquitäten. William-und-Kate-Fans kommen hier am 29. April ganz besonders auf ihre Kosten: Leeds Castle präsentiert nämlich ein Hochzeitsarrangement mit Live-Übertragung der royalen Wedding-Zeremonie. Aber auch ohne Hochzeit ist das Bilderbuchschloss unweit von Maidstone unbedingt einen Besuch wert.



 



Abenteuerliche Geschichten aus der Vergangenheit begegnen Besuchern ebenso in Canterbury.  Die Story der zum Weltkulturerbe ernannten ehrfurchtgebietenden  Canterbury Cathedral beginnt 597 mit der Wiedereinführung des Christentums in Südengland durch St. Augustinus. Übernachtungstipp: Direkt gegenüber der Kathedrale befindet sich die Canterbury Cathedral Lodge mit modernen Zimmern und einem unbezahlbaren Blick auf die gewaltige Kirche. In den Abendstunden wird das Gelände um die Kathedrale für Besucher geschlossen, so dass man als Hotelgast das Areal fast für sich alleine hat. 



Als „Garten Englands“ wird die Grafschaft Kent gerne bezeichnet. Wer nach Sissinghurst kommt, kann das verstehen. Vita Sackville-West und ihr Mann Sir Harold Nicolson verwirklichten 1930 hier ihren ganz speziellen Traum von einem Garten. Insgesamt gibt es zehn „Gartenräume“, die durch hohe, akkurat geschnittene Eibenhecken und Mauern voneinander getrennt sind. Jeder Raum folgt einem Thema – etwa dem Rosengarten oder dem Kräutergarten.  Am bekanntesten ist der Weiße Garten. Hier blühen Pflanzen in allen Weißschattierungen rund um einen Pavillon mit einer strahlend weißen Kletterrose.



Wer seinen Kenturlaub mit einem London-Besuch krönen möchte, kann stressfrei mit dem Schnellzug von Dover anreisen und ist in einer Stunde und zehn Minuten schon in der Innenstadt. Die Fährüberfahrt mit DFDS Seaways, ehemals Norfolkline, kostet hin und zurück (bis zum 15. Dezember 2011) mit einem Auto und bis zu vier Personen ab 49 Euro bei einer 5-Tages-Tour auf der Dünkirchen–Dover-Strecke.



Ein ausführlicher Artikel über Kent erscheint in der nächsten WELCOME ABOARD.



Infos: www.norfolkline.de und www.visitkent.co.uk

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