17.11.2012

Cuxhaven für Seh-Leute

Die Kugelbake an der Elbmündung müssen alle Hamburg-Fahrer passieren. Hier die "Queen Mary 2". Foto: Tönnishoff
Shipspotter wissen das natürlich: Zum Beobachten, Fotografieren oder Filmen der heiß geliebten dicken Pötte ist Cuxhaven eine erste Adresse. An der berühmten Kugelbake, wo sich Elbe und Nordsee vereinigen, kommen sie zum Greifen nahe vorbei. Um die 40.000 sollen es pro Jahr sein. Darunter Berühmtheiten wie „Queen Mary“ & Co. auf dem Weg nach Hamburg oder umgekehrt in Richtung offene See. Einige wenige Kreuzfahrtschiffe wie in diesem Jahr die „Bremen“ und die „Hamburg“ machen auch mal zur Ein- und Ausschiffung ihrer Gäste an der Pier im Amerika-Hafen fest, dem Steubenhöft.
Solche Termine sind leider selten geworden, und nicht mehr ganz junge Cuxhavener denken wehmütig zurück an die  1950er und 1960er Jahre, als so wunderbare Schiffe wie die „Italia“ und – unvergessen – die ers te „Hanseatic“ ex „Empress of Scotland“ hier regelmäßig festmachten.

 Wer sich für die Geschichte der Passagierschifffahrt interessiert, weiß auch, dass der 1902 fertiggestellte Überseebahnhof auf Initiative des genialen Hapag-Gründers Albert Ballin entstanden war und die heutige Bezeichnung Hapag-Halle daran erinnern soll. Vom Steubenhöft aus stachen unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg die Hapag-Riesen der „Imperator“-Klasse, die damals weltgrößten Passagierriesen, in See. Zwischen den Kriegen gehörten die berühmten Liner der Ballin-Klasse, aber auch Hapag-Cruiser wie „Reliance“ und „Resolute“ zu den „Stammkunden“.

 Wer mehr dazu wissen will, sollte unbedingt an einer Führung durch die Hapag-Hallen teilnehmen und/oder die ständige (kostenlose) dem Thema Auswanderung gewidmete Ausstellung des Fördervereins Hapag-Halle Cuxhaven e.V. besuchen. Schiffsmodelle – sehr schön die „Hanseatic“ aus den Wirtschaftswunder-Jahren! - und viele gezeigte Dokumente sind wirklich sehenswert.

www.hapaghalle-cuxhaven.de

Tö.
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