22.07.2013

BallinStadt: Erinnerungen an den „Imperator“*

„Kinder auf dem Imperator-Deck, 1913“. Copyright: Hapag Lloyd AG, Group Communication.
Am 5. Juli vor 100 Jahren trat der „Imperator“ seine Jungfernreise an. Der seinerzeit weltgrößte, auf der legendären Nordatlantik-Route eingesetzte Ozeanriese war das Flaggschiff der Reederei HAPAG und Typschiff eines in der Weltöffentlichkeit stark beachteten baugleichen Trios (WELCOME ABOARD präsentierte die Liner „Imperator“, „Vaterland“ und „Bismarck“ und ihre Geschichte in der Ausgabe 2008). Die BallinStadt in Hamburg hat diesen Jahrestag zum Anlass genommen, eine Sonderausstellung rund um die ehemaligen Auswanderer- und Kreuzfahrtschiffe der HAPAG zu eröffnen. 
Im Mittelpunkt dieser Schau mit Schiffsmodellen und Erinnerungsstücken aus der „guten, alten Zeit“, aber auch von heute (u.a. Modelle der aktuellen „Europa“ und „Hanseatic“ unter Hapag-Lloyd-Flagge) steht der noch immer beeindruckende Dreischornsteiner „Imperator“. Bei dem in Hamburg gebauten Schiff mit Platz für fast 4300 Menschen war das Streben nach Weltspitze auf allen Decks unübersehbar. Dass man bei der reichlichen Verwendung von schwerem Marmor insbesondere auf den oberen Decks aber des Guten zu viel getan hatte, zeigte sich bei den Fahreigenschaften des zunächst sehr topplastigen Schiffes. Marmor von der Rolle gab es ja noch nicht, und so wurde hier schon bald zurückgebaut. Dass der am Bug angebrachte, tonnenschwere Reichsadler plötzlich fehlte, hatte indes einen anderen Grund: Bei einer Sturmfahrt war der Riesenvogel einfach mal so auf Sinkflug gegangen. Ohne Comeback.
Die für Shiplover interessante Sonderausstellung „Schiffe der Träume“ ist noch bis zum 31. August 2013 im Haus 1 der BallinStadt zu sehen. Außerdem lockt das  Gewinnspiel „Willkommen an Bord!“ Hapag-Lloyd Kreuzfahrten und die BallinStadt verlosen eine Schiffsbesichtigung für zwei Personen im kommenden Jahr, inklusive Mittagessen an Bord. Gewinnspielkarten sind kostenlos im Auswanderermuseum erhältlich.
                      Tö
*Die HAPAG benutzte auf Wunsch von Kaiser Wilhelm II. den männlichen Artikel
Infos: www.ballinstadt.de





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