Kreuzfahrt Magazin 2016

Aus dem Inhalt

Expeditions-Special

„Ocean Diamond“: Blauwale an Steuerbord! 

Hurtigruten: Auf Abenteuer-Kurs 

Die „Bremen“ fährt weiter, wo andere längst abdrehen  

Reiseideen zu Expeditionskreuzfahrten 

Flussfahrten

„Sanctuary Ananda“: Auf dem Irawadi durch Myanmar 

„Iberostar Crown Empress“: Unterwegs auf dem Nil  

10 Gründe für die Donau  

Die „Anesha“ im Test 

CroisiEurope: Family Business

Service

Die besten Strände der USA  

Fotowettbewerb: Das sind die Gewinner 

Kunst auf See 

Die romantischsten Kreuzfahrten der Welt 

Dresscodes an Bord 

Handy auf dem Schiff?  – Vorsicht, Kostenfalle!  

Kobra an Bord  

Reiserecht 

Bordbibliothek 

Historie

Die deutschen Seenotretter 

Spurensuche: Was wurde aus den Klassikern?

Hintergrund

Abenteuer Amazonas 

Im Test: „Mein Schiff 4“ 

 „Berlin“: Mit einem Oldie auf der Themse  

„Norwegian Escape“: Sport & Spaß in XXL  

Oceania Cruises: In der Ferne zu Hause sein 

Cunard: Die ganze Welt entdecken 

Meilensteine: Rückblick auf 125 Jahre Kreuzfahrt 

Segel-Spass

Die „France II“ kehrt  zurück 

Tipps & Trends für Segelfans

Landgang

Singapur: ganz schön aufregend… 

Kreuzfahrtstandort Hamburg: Technisch ganz weit vorn 

New York, New York

Fahrbericht

„Costa neoRiviera“: Die Entdeckung der Langsamkeit 

„Melody“: Mozart & Meer 

„Albatros“: Wo das Mittelmeer am schönsten ist  

„Celestyal Crystal“: Kaliméra auf den Kykladen    

„Ocean Majesty“: Die prächtigsten Ziele der Adria 

Fähren

Schweden auf die Schnelle 

Menschen Aboard

Interview mit Didier Vacher 

Interview mit Hans Meister  

Portrait Rolf Löhrke 

Cruise & Crew 

Frachter

Per Frachter in den Winterwald

Budddhas Refugium

Die Sache scheint aussichtslos. Direkt vor uns warten mindestens zehn Kinder und Jugendliche mit Wassereimern und Schläuchen. Die Gasse davor hatten wir aus demselben Grund gemieden. Während wir noch mitten in Yangon auf der Straße stehen und überlegen, welchen Weg wir einschlagen sollen, erwischt es uns eiskalt von oben. Verschmitzt grinst der vielleicht fünfjährige Burmese uns an, nachdem er gerade einen ganzen Eimer Wasser vom Balkon aus auf uns ausgeleert hat. Tourist hin oder her: Wer zum Wasser-Festival nach Myanmar kommt, wird nass, da gibt’s kein Entkommen.

Mozart und Meer

Leise dringt der Klang eines Cellos aus der Kabine wie aus einem fernen Orchestergraben. Das Ohr hat die Töne beim Vorbeigehen aufgeschnappt. Eine kurze Melodie, dann der Stopp. Da probt jemand. Es klingt wie die Ouvertüre für diese Kreuzfahrt, die sich der Musik widmet. Immer wieder blitzen auch kleine Klänge zwischendurch auf, neben den täglichen Konzerten, die auf der Musik-Kreuzfahrt den roten Faden bilden. Und, „nomen est omen“: Das Schiff heißt tatsächlich „Melody“.

Was zieh’ ich bloß an? – Dresscodes an Bord

Die Klischees der klassischen Seereise – Damen in bodenlangen Abendkleidern und Herren im Smoking – sind in der modernen Kreuzfahrtwelt selten geworden. Es gibt sie noch, aber der Trend geht zu weniger Kleidungsvorschriften und mehr Wohlfühlatmosphäre für den Passagier. Selbst auf der „Europa“, dem konservativen Flaggschiff von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, darf man mittlerweile auch im schicken Cocktailkleid oder schwarzen Anzug zum formellen Abend erscheinen. Doch was heißt überhaupt „formell“?

Spurensuche

Was ist eigentlich aus all den Schiffen geworden, die einmal zu den Schönheiten auf den Ozeanen zählten? Der 2014 verstorbene Herausgeber von WELCOME ABOARD, Peter Tönnishoff, kannte und liebte sie, schrieb zahlreiche Artikel über die klassischen Liner. Wir haben uns auf Spurensuche begeben und möchten Sie an einige „Schiffs-Promis“ von annodazumal erinnern.

Die Entdeckung der Langsamkeit

Eins, zwei, drei im Sauseschritt eilt die Zeit – wir eilen mit. Wenn Wilhelm Busch gewusst hätte, wie uns die Zeit heute in unserer schnelllebigen Welt davon rast, hätte er wohl noch drastischere Worte gefunden. Kein Wunder, dass einige Menschen zumindest im Urlaub auf die Bremse treten und einen Gang zurück schalten. Das hat vor einiger Zeit auch Costa Kreuzfahrten getan – mit dem Slow Cruising-Konzept. Anstatt immer mehr Häfen mit immer kürzeren Liegezeiten ins Programm zu packen, entschloss sich die Reederei, genau das Gegenteil anzubieten. Inzwischen gibt es drei Schiffe der „neo“-Collection, die in einem etwas gemächlicheren Tempo auf den Weltmeeren unterwegs sind und auch über Nacht in interessanten Häfen bleiben: die „neoRomantica“, die „neoClassica“ und die „neoRiviera“. Ich wollte selbst ausprobieren, wie „Slow Cruising“ sich anfühlt und ging in Dubai an Bord der „Costa neoRiviera“.

Blauwale an Steuerbord!

Die Ankunft mit dem Flugzeug in Reykjavik ist ernüchternd. Unter uns dehnt sich eine schwarze Geröllwüste ohne Baum und Strauch. Es ist Juni, und das Thermometer zeigt bescheidene 7 Grad Celsius bei bedecktem Himmel. Sommerferien stellt man sich anders vor. Im Hafen von Reykjavik wartet unser Zuhause für die nächsten zehn Tage: die „Ocean Diamond“. Das Expeditionsschiff von Island Pro Cruises bricht heute Abend zu seiner zweiten Island-Umrundung auf. Eine Reise, die 2015 so zum ersten Mal angeboten wird. Alle sind gespannt, als es losgeht.  Der Tag war lang, das Essen gut und mit den zwei Stunden Zeitverschiebung eingerechnet wäre es jetzt immerhin schon Mitternacht in Deutschland. Zeit, um ins Bett zu gehen. Aber wie soll man schlafen, wenn die Sonne noch immer hell in die Kabine scheint? Wenn Papageientaucher waagerecht eine Handbreit übers Meer fliegen? Wenn schneebedeckte Berge mit den weißen Schönwetterwolken eines hellblauen Himmels zusammenstoßen?

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