28.08.2013

Streiks & Strandungen

Romantische Wachau. Wer denkt bei diesem Bild an "Land unter" bei Hochwasser, wie in diesem Jahr geschehen? Foto: Tönnishoff
Die Anbieter von Flusskreuzfahrten auf europäischen Strömen sind gegenwärtig nicht zu beneiden. Schon 2012 war für sie kein leichtes Jahr. Das Unglück des Hochseecruisers „Costa Concordia“ und die danach einsetzende Flaute im Verkauf von Seetörns beeinflussten auch das Geschäft der Flussreisen-Anbieter – man saß hier (erstaunlicherweise) symbolisch gesprochen gemeinsam in einem Boot. 

Abgehakt, das war gestern. In diesem Jahr aber kommt es für viele Flussreisen-Anbieter nun noch dicker. Wenige Wochen nach dem Start der Schiffe auf deutschen Flüssen, auf Donau & Co. sorgte im Juni das extreme Hochwasser für unfreiwillige Stopps. Und als es endlich weitergehen konnte, gleich der nächste Hammer. Diesmal die wiederholten punktuellen Streiks der Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) unter Verdi-Flagge, die den Verkehr auf diversen Flussläufen immer wieder lahmlegten. Dazu muss man wissen, dass die etwa 12.000 Köpfe zählende Behördencrew nach eigenen Angaben bundesweit für 450 Schleusen, 290 Wehre, vier Schiffshebewerke, 15 Kanalbrücken und zwei Talsperren zuständig ist.

Und als wenn das nicht genug wäre, noch eine Hiobsbotschaft vom Rhein. Gleich vier Schiffe strandeten in der zweiten August-Hälfte auf einer Sandbank in Köln, der sogenannten „Deutzer Platte“ - eine perfekte Flussblockade. Für die Anbieter von Kreuzfahrten reimt sich in diesen Tagen auf Fluss nur noch Verdruss. Wir drücken die Daumen für fortan einhaltbare Fahrpläne ohne Störungen von „draußen“.

Tö.

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