28.01.2014

Neptunwerft: Alles im Fluss

Neptun Werft
Hat gut zu tun: die Neptun Werft in Rostock. Foto: Neptun Werft
Als die Meyer Werft (Papenburg) im Jahr 2000 die Neptunwerft in Rostock übernahm, entdeckte sie den Flusskreuzfahrtenmarkt – so Firmenchef Bernard Meyer“ – „fast zufällig“. Aufgrund restriktiver EU-Regeln in der damaligen Zeit durfte das Unternehmen in Rostock keine seegängigen Schiffe bauen. Und so stieg man in den Flusskreuzfahrtenmarkt ein, denn „das sind keine Schiffe im Verständnis der EU“. Seitdem entstanden bei Neptun bereits 33 Flusskreuzer. 23 weitere gehören zum Auftragsbestand bis 2015 und „über weitere wird verhandelt.“ 
Auftraggeber waren bzw. sind A-Rosa, Premicon und Viking River Cruises. Insbesondere das letztgenannte, mit seinen Flusscruisern auf entschleunigtes Reisen spezialisierte Unternehmen expandiert mit einem Tempo, das ohne Parallele ist. 2012 lieferte die Neptun Werft die ersten sechs so genannten Viking-Longships ab, alle 190 Meter lang und mit Platz für 190 Gäste. Zehn baugleiche Schwestern folgten 2013. Im laufenden Jahr geht es weiter mit 14 Einheiten, wovon vier bei Meyer in Papenburg entstehen. Die nächste Serie mit zehn Schiffen liefert Neptun sodann 2015 ab. Und schon jetzt scheint sicher zu sein: Fortsetzung folgt.
Wie wir bereits berichteten, hat Viking seine Kölner Niederlassung zum Jahresende 2013 geschlossen. Das Interesse einer englischsprachigen Klientel an den Flusstörns ist offenbar so groß, dass man glaubt, auf einen eigenen Deutschland-Vertrieb verzichten kann. Immerhin aber sind die Longships Made in Germany.
Nur die vier geplanten Viking-Hochsee-Kreuzer – der erste soll 2015 seinen Dienst aufnehmen – werden in Italien gebaut.                                                             Tö
www.neptunwerft.de
www.vikingrivercruises.com
 


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