30.08.2013

Binnenschifffahrtsmuseum Oderberg: Kähne, Dampfer, Spezialschiffe

Ein Blickfang der Ausstellung ist der Oldie "Riesa" von 1897. Foto: Tönnishoff

Wer mit dem Flusskreuzer von Potsdam oder Berlin über Havel, Oder, diverse Kanäle, durch das Stettiner Haff und über die Peene die Städte Stettin, Stralsund, Greifswald sowie die (Halb-) Inseln Usedom, Wollin, Rügen plus Hiddensee anläuft, gelangt meistens auch nach Oderberg. In diesem brandenburgischen Städtchen nahe dem ältesten deutschen Schiffshebewerks Niederfinow lädt ein Binnenschifffahrtsmuseum mit Original-Oldies und Modellen zum Besuch ein. 

Hier gibt es nicht nur Informationen über schwimmfähige Verkehrsmittel, sondern auch über das berühmte Schiffshebewerk und den geplanten Neubau sowie über die geschichtliche Entwicklung der Gewerke in dieser Region mit einst elf Sägewerken und 15 Kahnbauereien. Ein Diorama zeigt Oderberg um 1900 mit den zu dieser Zeit typischen Wasserfahrzeugen und einer Kahnbauerei.

Bei der Ankunft des Flusskreuzers hat man bereits einen Blick auf die Exponate der Freilichtausstellung. Highlight ist hier der 56 Meter lange und 10,2 Meter breite Seitenraddampfer "Riesa" von 1897 - „Einschiffung“ gestattet. Eindrucksvoll ist die mächtige Verbunddampfmaschine mit einer aus heutiger Sicht eher bescheidenen Leistung von 140 PS. An Bord informiert eine Ausstellung über die goldene Zeit der Dampfschifffahrt auf Oder, Havel und Spree. Neben der „Riesa“ liegen im Museumsaußengelände weitere Oldies auf dem Trockenen wie das Wasserstraßenaufsichtsboot "Rabas" von 1911, das Motorboot "Silberpfeil" von 1936, sowie das Tragflügelboot vom Typ Wolga von 1973. Es gibt viel zu schauen in Oderberg.                                                                                       Tö

www.bs-museum-oderberg.de

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