Das Magazin für Kreuzfahrtschiffe, Fähren & Meer

Logbuch Südamerika

Welch ein Abenteuer: Mit der “Deutschland” war der renommierte Reisefotograf Holger Leue auf den Spuren von Kolumbus und  Humboldt unterwegs. Er erkundete den Amazonas, folgte der Küste Brasiliens und Argentiniens, besuchte Rio de Janeiro, Buenos Aires und Montevideo und umrundete Kap Hoorn bei Windböen von bis zu 72 Knoten. Die Traumreise führte die süd- und mittelamerikanische Pazifikküste hinauf bis zur Baja California, durch den Panamakanal und in die Inselwelt der Antillen. Während der knapp fünfmonatigen Fahrt verspürten die Kreuzfahrer lateinamerikanische Leidenschaft und karibische Gelassenheit, tanzten Tango und Salsa, hörten Panflöten- Mariachi- und Reggaemusik. Oft begleiteten Albatrosse, Delfine und Wale die “Deutschland”, auch mal ein Hase. Und zum Abschluss eines jeden Tages gab es im “Alten Fritz” nicht nur alle Getränke von “Humboldts Karte” gratis, sondern auch die beste Wurst südlich des Äquators.

Auf der Suche nach dem grünen Blitz

Um im Urlaub noch vor Tagesanbruch das gemütliche Bett zu verlassen, bedarf es bei den meisten Menschen schon einer ziemlich großen Portion Motivation. Kein Problem für Sergey Utitsyn aus Estland. Der Kapitän des Großseglers „Star Clipper“ hatte bei seiner Begrüßungsrede im Hafen von Piräus beiläufig fallen lassen, dass es täglich zwei ganz besondere Momente auf seinem Schiff gäbe: den Sonnenauf- und den Sonnenuntergang. „Vor allem der Sonnenaufgang ist wunderschön. Still. Ergreifend, Und wenn Sie Glück haben, sehen Sie auch noch etwas ganz Außergewöhnliches: den grünen Blitz!“
Damit hatte er uns am Haken. Grüner Blitz??? – Was bitteschön ist das denn? – Also raus aus den Federn um kurz nach sechs. Rauf aufs Oberdeck und zu den anderen Frühaufstehern gesellt, die neben dem Käpt’n auf der Brücke Position bezogen haben. Alle blicken gespannt auf den Horizont. Ein rötliches Leuchten kündigt den neuen Tag an. Es ist still an Bord. Ein leichtes Schwappen der Wellen. Ein Knarren in den Segeln. Mehr ist nicht zu hören, als die Sonne ihre ersten funkelnden Strahlen zu uns hinüberschickt. Ein wahrhaft magischer Moment! Verschwörerisch blinzeln die Frühaufsteher sich zu. Den grünen Blitz hat zwar keiner gesehen – vermutlich hatte er heute frei - aber das macht überhaupt nichts. Schließlich ist ja erst Tag eins unseres Segeltörns durch die Ägäis…

Hans, gib Gas!

Viel Nil – nach einer 17 Jahre dauernden Zwangspause ist die gesamte Strecke von Assuan bis Kairo wieder mit einem Cruiser passierbar. Die „Club Vision“ ist im August 2012 das erste Kreuzfahrtschiff, das diese Route in Nordrichtung befährt. Mit uns an Bord. Wir sind unter „Profis“. Die meisten unserer Mitreisenden sind Ägypten-Kenner und weilten  bereits mehrmals im Land der Pharaonen. Der unüberhörbar aus Sachsen stammende männliche Single sogar achtmal. Wiederholerin ist ebenfalls die Lehrerin i.R., die – sicher ist sicher! – die von ihr protokollierten Ausführungen unseres Reiseleiters Ahmed mit denen im mitgebrachten Guide „Nil-Kreuzfahrten“ abgleicht und erst nach Prüfung alles in ihrem Tagebuch festhält. Ägypten-erfahren ist auch der ehemalige Steuerberater, den man nur ganz selten ohne laufende Kamera sieht. Und sie alle haben sich auf „unserer“ kleinen, lediglich 39 Gästen Platz bietenden „Club Vision“ wohl auch deswegen eingeschifft, weil diesmal eine ganz besondere Reise stattfindet. Von Assuan nach Kairo.

Nebenkosten im Vergleich

Wer an Bord eines Kreuzfahrtschiffes geht, hat viele Annehmlichkeiten bereits mit dem Reisepreis bezahlt. Allerdings entstehen darüber hinaus Kosten, mit denen Passagiere unbedingt rechnen sollten. Ob Getränkepaket, Landausflug oder Internetzugang - Claudia List hat exklusiv für WELCOME ABOARD die aktuellen Preise recherchiert.
Kreuzfahrt-Neulinge erleben ihre erste Überraschung oft beim Trinkgeld: Auf vielen Schiffen ist das kein freiwilliger Betrag,  den der Gast dann gibt, wenn er zufrieden war. Stattdessen legen Veranstalter häufig ein obligatorisches Serviceentgelt fest, das pro Person und Tag automatisch abgerechnet wird und dem ganzen Team zugutekommt. Ein erheblicher Kostenfaktor können auch die Landausflüge sein. Wenn sich die Route dafür eignet, das Schiff am richtigen Platz festmacht und der Gast Lust und Zeit hat, sich zu Hause bereits auf die Tour vorzubereiten, kann man viel auf eigene Faust unternehmen – und entsprechend viel sparen.

Australien: Abenteuer in down under

Australien: Abenteuer in down under
Wer heute mit dem Schiff nach Melbourne kommt, kann sich freuen. Wurden die ersten Siedler, die 1788 mit der „ersten Flotte“ von Großbritannien aus australisches Land betraten, von den Einheimischen eher mit Misstrauen betrachtet, ja teilweise sogar gejagt und getötet, werden Ankömmlinge inzwischen herzlich begrüßt. Pech haben die Kreuzfahrer aber trotzdem. Denn Melbourne und den Staat Victoria nur für einen Tagesstopp zu besuchen, ist einfach viel zu kurz. Wochen müsste man Zeit haben, um dieses fantastische Land zu erkunden und sich wenigstens ein bisschen von der entspannten Haltung der Aussies anzueignen: Don‘t worry, be happy!

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