Das Magazin für Kreuzfahrtschiffe, Fähren & Meer

Inhalt Magazin 2012

"Seabourn Quest": Sexy wie Angelina Jolie

Millionenschwere Yachten dümpeln im Hafen von Saint Tropez. Jetzt im Sommer geben sich die Reichen und Schönen hier ein Stelldichein. Langbeinige Beautys auf Highheels stöckeln durch die Gassen des Nobelortes an der französischen Côte d'Azur, Taschen von Armani und Dior lässig am Arm. Und die Touristen? - Halten alles aufgeregt per Fotoapparat und Video fest. Vor allem die große, schneeweiße Megayacht, die vor Saint Tropez auf Rede liegt: die neue "Seabourn Quest". Noch vor ihrer Taufe in Barcelona geht das amerikanische Luxusschiff hier auf Erprobungsfahrt und stellt die privaten Yachten der Multimillionäre in den blassen Schatten. Die Sängerin Lorna Luft, Tochter von Schauspiel-Ikone Judy Garland und Gast-Interpretin an Bord, bringt es auf den Punkt: "Dieses Schiff ist wie Cary Grant, George Clooney, Angelina Jolie und Brad Pitt zusammen - auf jeden Fall sehr sexy!"

Komm doch mit auf den River Kwai...

Wir freuen uns schon auf die nächste Verkehrskontrolle. Wie wird der Polizeiobermeister – prüfend-strenger Blick, Schnüffeln nach Alkoholdunst – reagieren, wenn wir ihm, natürlich "versehentlich", unseren Elefanten-Führerschein vorlegen?
Immerhin weist dieses in Thailand erworbene Dokument mit Stempel und Unterschrift aus, dass wir nach abgelegter theoretischer und praktischer Prüfung berechtigt sind, einen tonnenschweren Dickhäuter auf öffentlichem Grund zu bewegen. Was ist daneben schon das Fahren eines stinknormalen Pkws? Schau'n wir mal, was bei der Routinekontrolle passiert. Heiterkeitserfolg? Belehrung? Vorläufige Festnahme? - Das Erwerben des Elefanten-Führerscheins im Sai Yok Nationalpark ist ein origineller Höhepunkt der Kreuzfahrt auf dem thailändischen Fluss Mae Nam Kwae oder, wie Engländer ihn nennen, River Kwai.

Segelromantik mit der "Star Flyer": Sehnsuchtsfaktor 10,0

Silbern glitzert das Mondlicht auf den Wellen des Mittelmeers, als die "Star Flyer" den Hafen von Trapani auf Sizilien verlässt. Während die Mannschaft die Segel setzt, sich routiniert die Kommandos zuraunt, ertönen die erste Klänge von "Conquest of Paradies". Der Clipper nimmt fast lautlos Fahrt auf. Nur der Wind flüstert in den Segeln, und die sehnsuchtsvolle Musik dringt in die Herzen der Passagiere ein. Die pure Gänsehautatmosphäre! Niemand will ins Bett gehen, in dieser warmen, sternenklaren Nacht. Und nun setzt Kapitän Klaus Müller diesem unvergesslichen Abend noch die Krone auf: Der Chef an Bord, rund 20 Jahre lang in Schottland zu Hause, spielt Dudelsack auf der Brücke. Mucksmäuschenstill ist es, als die mystischen Töne über das Meer wehen.

Mit der "Homeric" machte es bei Meyer klick

Bei unserem ersten Besuch holten wir uns nasse Füße. Wir hatten schlicht vergessen, dass es in der Physik einige unverrückbare Gesetze gibt. Wer einen Stein ins Wasser wirft, weiß, dass dann Flüssiges verdrängt wird, was sich in Form von kreisförmigen Wellen ausdrückt. In unserem Fall aber war es kein Stein, der seinen Weg ins Wasser nahm, sondern ein ausgewachsenes, mit 42.000 Tonnen vermessenes Kreuzfahrtschiff. 204 Meter lang, 29 Meter breit und acht Passagierdecks hoch. Die "Homeric", das erste "richtige" Kreuzfahrtschiff von Meyer, und in Papenburg zugleich der letzte Stapellauf im Freien. Als Quer-Stapellauf ohne Parallele – nie zuvor wurde ein so großes Passagierschiff so spektakulär zu Wasser gelassen.

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Mein Arbeitsplatz? - Die "AIDAsol"!

Für viele gibt es nichts Schöneres als eine Kreuzfahrt. Einige lassen sich dabei sogar inspirieren, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, und für einige Zeit einen Job auf einem Schiff anzunehmen. Aber wie ist es eigentlich, als Kapitän, als Rezeptionistin oder Nautiker an Bord zu arbeiten? – Ein Blick hinter die Kulissen der "AIDAsol": Nicht die kleinste Wolke trübt den Himmel, als die "AIDAsol" an einem spätsommerlichen Freitagabend den Hafen von Warnemünde verlässt und auf die spiegelglatte Ostsee hinausfährt. Gut 2000 Passagiere des viertägigen Kurztrips Richtung Dänemark und Norwegen sind in Partylaune. Und niemand ahnt, dass Kapitän Volker Baumgart bei der Ausfahrt seine allererste Ansage als Kapitän des neuesten, 2011 in Dienst gestellten Aida-Schiffes hält. Der 32-jährige Rostocker wirkt ziemlich entspannt. Ob er denn nicht wenigstens ein klein bisschen aufgeregt gewesen wäre, wird er gefragt. Da lächelt der blonde Mecklenburger. "Naja, plötzlich steht man vor dem großen Schiff und kann niemanden mehr fragen. Aber, ach - ich hab's mir schlimmer vorgestellt!"

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